Mamas Geburtstag auf Bornholm – August, die Zwillinge sind 18 Monate alt

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Anfang August, noch kurz vor unserem Urlaub war noch viel los bei uns. Freunde von uns hatten einen kleinen Sohn und mit dem ersten Geburtstag des Kleinen sind die drei in ein Haus nach Wrist gezogen, nachdem das gründlich renoviert worden ist. hatten wir uns mit unseren Mädchen angekündigt. Da es schön war, konnten wir in ihrem Garten ein Planschbecken aufbauen, so dass alle drei Mäuse, aber vor allem die Mädchen viel Spaß hatten. Um das Ganze zu krönen stellten wir die kleine Rutsche in das Planschbecken und Ebbie und Liv sausten , nackt wie sie waren, in einem Affenzahn runter ins Wasser. Sie hatten so viel Spaß, dass sie irgendwann übermütig wurden und sich gegenseitig von der Treppe schubsten. Mit dem Resultat, dass Ebbie von der Treppe runter in die Gartenhecke viel. Das gab natürlich ein riesen Geschrei. Da sie sich aber nur erschreckt hatte, beruhigte sie sich auch schnell wieder. Derweil schaute der kleine Sohn meiner Freundin nur staunend zu, wie die großen Mädchen im Wasser tobten. In der Kita stand derweil das Sommerfest an, bei dem im Innenhof gesungen und sich getroffen werden sollte. Leider war das Wetter nicht so schön und wir konnten leider nicht die ganze Zeit draußen im Innenhof bleiben.  Aber nett war es allemal. Die Kinder hatten Lieder geübt, den Hof sauber gemacht, Bilder gemalt und waren sichtlich stolz auf sich. Aus der Kita brachten die Beiden immer neue Lieder, Regeln und Spiele mit. Das machte sich in diversen Situationen bemerkbar. So fing Liv an morgens, wenn es losging zur Kita „Ich will los“ zu sagen. Oder Ebbie sagte zu unserem Nachbarn morgens im Treppenhaus „Morgen“ aus heiterem Himmel. Und beide fingen an plötzlich aus Bechern zu trinken. Bei jeder Gelegenheit, wo sie jemanden von uns aus einer Flasche oder einem Becher haben trinken sehen, wollten sie das auch. Das ist auch meiner Schwester aufgefallen, die wir Tags darauf in Heide besuchten. Sie ist beruflich sehr eingespannt und hat daher wenig Zeit für regelmäßige Besuche. Umso netter ist es dann für uns bei ihr vorbei zu kommen und einfach mal frische Fischbrötchen zu essen. Meine Schwester, die keine Kinder hat, war ganz hingerissen von ihren beiden Nichten, die nun anfangen „Bilder“ zu malen und Fantasiespiele zu spielen.

ein paar Tage später waren Sören, die Kinder und ich für drei Wochen auf Bornholm. Da es im März mit dem Urlaub und dem Besuch meiner Eltern so gut geklappt hatte, haben wir die Beiden Oldies auch für eine Woche in unsere „neue“ Hütte eingeladen. Und da inzwischen auch einer meiner Brüder spitz gekriegt hatte, dass wir im Sommer auf der Sonneninsel Dänemarks verweilen wollten, hatte er sich zusammen mit seiner Freundin ebenfalls bei uns einquartiert. Sie hatten mit meinen Eltern abgemacht, dass sie zusammen die Fähre ein paar Tage nach uns nehmen würden und auf dem Rückweg wollten wir sie zur Fähre fahren, da meine Eltern die Mädchen mitnehmen wollten. Somit hätten Sören und ich noch fast eine ganze Woche allein für uns auf der Insel. Und die Kinder konnten die Zeit allein mit Oma und Opa genießen. Diesen Mal haben wir auf dem Hinweg keinen Zwischenstopp gemacht. Da wir die Erfahrung gemacht haben, dass sich die Mädchen auf der Fahrt sehr gut beschäftigen können, haben wir nur ein-zwei kurze Pausen gemacht und sind ansonsten geradewegs  durchgefahren. In den Pausen haben sich die Beiden um die Tische auf dem Parkplatz gejagt oder sich darunter versteckt, so dass wir sie suchen mussten. Auf dem ganzen Hinweg sagten Ebbie und Liv „Urlaub, Urlaub…“ und wenn wir sie fragten, wo wir hinfahren würden, kam „Urlaub“ als Antwort. Wir machten uns deinen Spaß daraus, sie immer wieder zu fragen, wer denn alles mitkommen würde „Oma, Opa, Mama, Papa, Ebbie, Liv, Till, Nadja…“ das konnte vor allem Liv immer wieder machen. Wir waren gut in der Zwei und mussten auch am Hafen nicht lange warten, um auf die Fähre gelassen zu werden. Wir hatten von unserer ersten Fahrt nach Bornholm gelernt und gleich die Kinder Karre mit an Bord genommen, so konnten die Kinder nach einem ausgedehnten Mittagessen noch eine Runde schlafen, bevor wir auf Bornholm ankamen und wir wieder zurück zu unseren Autos  mussten. An unserem Haus angekommen mussten die Kinder mit meinem Mann zusammen erst einmal die Gegend erkunden, während ich mich ans Auspacken machte. Wir hatten im Vorwege bei der Buchung schon darauf geachtet, nicht nur genügend Platz für die Großfamilie zu haben, sondern auch einen schönen Garten mit Rutsche, Schaukel und Sandkiste für die Kinder. Die sollten in den kommenden Wochen auch gut genutzt werden. Ebbie und Liv schaukelten inzwischen schon so gut, dass sie immer mutiger wurden. Liv versuchte sich auch daran, mal im Stehen zu Schaukeln. Auf der Insel haben wir unseren neuen Bollerwagen ausprobiert. . Der kam bei den Mädchen sehr gut an. Zumal er ein Sonnendach hat, dass man bei Bedarf leicht auf und abbauen kann. Ebbie und Liv sind ständig rein und raus geklettert und hatten viel Spaß damit. Zumal wir damit auch regelmäßig an den Strand gefahren sind. Nachdem wir uns die ersten zwei-drei Tage gut akklimatisieren konnten, kam unser Besuch an und unsere Mädchen waren ziemlich aufgeregt. Für uns Großen war es natürlich auch sehr nett, da die Vier jede Menge Proviant mitbrachten, mit dem wir unseren Kühlschrank füllen konnten. Die nächsten paar Tage sollten geprägt sein von Planschen im Planschbecken, Spaziergängen mit Oma und Opa, Baden in unseren Plastikbottichen und Baden in den Wellen. Außerdem haben wir ganz viele Dinge gefunden; Steine, Käfer, Raupen, Spinnen, große Grashüpfer, einen Rehbock, der über die Straße gelaufen ist, jede Menge Vögel, tote Schlangen, Minifische, Massen an Ameisen, Fliegen, Bienen und viele Schmetterlinge. Ein Highlight war die kleine Mäusefamilie, die sich bei uns im Schuppen eingenistet hatte und die abends in der Dämmerung, wenn die Fledermäuse herauskamen unsere Terrasse besuchten.

Für Ebbie war ein Ereignis sehr bedeutend. An einem der ersten Tage, da waren meine Eltern noch nicht da und es war sehr sonnig, entdeckte Sie ihren eigenen Schatten und war sehr erschrocken darüber, dass er sich nicht „abschütteln“ ließ und sie überallhin verfolgte. Da es sehr sonnig war, stellte jeder „Ausflug“ nach draußen zum Abenteuer. Sie traute sich kaum von der Gartenliege runter. Und selbst im Wohnzimmer, wo die Terrassentür  und Fenster ihre Schatten waren, fing sie jedes Mal an zu schreien und wollt unbedingt auf den Arm genommen werden.  Alles Erklären half nicht. Und auch die Tatsache, dass sich Liv überhaupt nicht von den Schatten beeindrucken ließ, konnte sie nicht beruhigen. So verbrachten wir ca. 3 Tage, bis sie sich daran gewöhnt hatte, immer ihren Schatten um sich zu haben. Irgendwann konnte mein Mann ihr etwas helfen, als er anfing darüber zu sprechen und ihr erklärte, dass sie dem Schatten „zu winken“ muss.  Das hat ganz gut geklappt. Seither winkt sie Schatten zu, wo immer sie welche entdeckt.

Ganz viel Spaß dagegen hatten Beide dabei, das Klettergerüst mit zwei Schaukeln zu erobern und zwischen Planschbecken, von uns mitgebracht, Rutsche und Sandkasten hin und her zu wechseln.

Aufregend war für die Kinder, als sich mein Bruder eine Zecke einfing. An einem Nachmittag stellte er nach einem Spaziergang durch den Wald fest, dass sich eine Zecke an seinem Bein festgesaugt hatte. Das war für die kleinen Mädchen natürlich sehr spannend, da wir nun die Zeckenkarte, die normalerweise nur für den Kater meiner Eltern dient, einsetzen wollten. Leider war die Zecke doch noch sehr klein und wir erwischten sie nicht richtig, weshalb wir dann doch noch eine Pinzette einsetzen mussten. Während der ganzen „Operation“ schauten die Beiden ganz aufmerksam zu und stellten viele Fragen. „Lausi (Kater Claus) Zange….“war öfter zu hören.

Im Abstand von ein paar Tagen haben mein jüngerer Bruder und ich Geburtstag und wir hatten uns vorgenommen ganz gemütlich zu feiern. Daher sind wir „nur“ schön Essen gegangen und haben jeweils als Pärchen (mein Bruder und seine Freundin, und ich mit Sören) unsere Vormittage zu Zweit genossen. An meinem Geburtstag haben wir schönen Fisch gegessen, bzw. uns an einem sehr üppigen und leckeren Fischbuffet bedient. Die Kinder bekamen natürlich auch viel von uns ab. Liv und Ebbie konnten nicht genug bekommen von den leckeren Fischfrikadellen, die sie vor Ort frisch herstellen. Auf dem Rückweg zu unserem Ferienhaus fühlte sich Ebbie plötzlich gar nicht gut und musste sich übergeben. Wir hatten schon in der Vergangenheit ähnliche Erfahrungen mit ihrem empfindlichen Magen gemacht und konnten sie gleich weitestgehend sauber machen. da wir aber keine Wechselklamotten dabei hatten und ich sie auch nicht wieder in den bespuckten Kindersitz setzen wollte (wogegen sie sich heftig wehrte) ließ ich sie ausnahmsweise auf meinem Schoß zurück fahren. Sie fühlte sich so elend, da musste ich ihr einfach helfen.

Als der Tag der Abreise für meine Eltern und meinen Bruder kam, machten wir auch die Mädchen wieder reisefertig, da sie ja zusammen mit meinen Eltern zurück nach Hamburg fahren sollten. Wir packten alle Sachen ordentlich ein und machten den Kindern ihre „Lunchpakete“ fertig. Wie immer waren Ebbie und Liv schon sehr aufgeregt und konnte es kaum erwarten, loszufahren. Sie fahren seit jeher sehr gern mit meinen Eltern mit. Daher war es auch kein Problem, sie auf Reisen zu schicken. An dem Morgen, als sie losfahren sollten und alles schon gepackt war, bat ich meine Mutter nach einmal darum, besonders an Deck auf die Beiden aufzupassen, da ich auf der letzten Hinfahrt ein paar Löcher in der Absperrung der Rehling der Fähre entdeckt hatte. Damals war mir fast das Herz stehen geblieben, als sich Ebbie genau auf dieses Loch zu bewegt hatte. Ich erzählte meine Mama davon und brach promt in Tränen aus, als ich ihr erzählte, welche Sorgen ich mir machte. Sie nahm mich in den Arm, sagte mir, dass sie mich sehr gut verstehen würde, da es ihr noch heute genauso ging und es nun mal das Schicksal der Muttis wäre, sich Sorgen zu machen. Es sei aber nicht schlimm und gehöre dazu. Und es zeigt ja nur, wie sehr wir unsere Kinder lieben. Tja, willkommen in der Mama-Welt. Um mich etwas zu beruhigen schickte sie mir später Fotos von den Kindern, die sie an Bord der Fähre zeigten und sie schrieb mir, dass sie alle aufgrund des Windes gar nicht an Deck gewesen seien. Nachdem sie zurück in Sassnitz waren, brachten sie meinen Bruder und seine Freundin noch zur Bahn und machten sie dann auf die Heimfahrt Richtung Hamburg.

Während die Mädchen noch fast eine Woche bei meinen Eltern Ferien machten, hatten Sören und ich nun ganz viel Zeit für uns und konnten diese auch so richtig genießen. Allerdings nicht, ohne ab und zu etwas wehmütig an unsere Kinder zu denken. An einem der Tage machten wir einen Strandspaziergang und entdeckten eine Strandmuschel, die schon ein paar Tage zuvor dort zurückgelassen sein musste. Auf unserem Rückweg vesicherten wir uns noch mal, dass sie nicht doch noch jemandem gehörte und beschlossen dann, sie für unsere Kinder mitzunehmen. Sie war wie neu, alle Heringe noch vorhanden und auch die Tragetasche war noch da. Was wollten wir mehr und inzwischen, dank vorhandener Anleitung, wissen wir auch genau, wie man diese sehr schnell auf- und abbaut. Damit neigte sich ein schöner und aufregender Urlaub seinem Ende entgegen.

Am Ende der Woche holten wir die Kinder wieder bei meinen Eltern ab. Die Zwei freuten sich sichtlich, und sprangen uns regelrecht auf die Arme. Echt süß!! So lieb die Beiden auch sind, wenn wir sie abholen, so schwierig ist es manchmal sie ins Bett zu bringen. Das scheint bei Oma und Opa einfacher zu sein. Zumindest, wenn ich meiner Mutter glauben schenken kann !!! Hmmm…. Also haben wir uns vorgenommen, fortan die Kinder allein ins Bett zu bringen. Wir versuchen seitdem immer abwechselnd Bettdienst zu „schieben“. Vielleicht gar keine so schlechte Idee, da wir sie bislang meist zusammen ins Bett gebracht haben und sie zusammen gern einmal uns gegeneinander ausgespielt haben. Unsere ersten beiden Versuche die Kinder „allein“ ins Bett zu stecken liefen sehr gut. Ebbie und Liv waren beide sehr kaputt, nachdem wir mit ihnen einige Stunden im „Klövensteen“ Wildgehege verbracht hatten. Wir haben viele Wildtiere gesehen und hatten nur einen kurzen Mittagsschlaf auf der Autofahrt zurück nach Altona gemacht. Zuhause in Altona gingen wir mit den Beiden noch einmal auf den Spielplatz nebenan – und da sie sich so richtig eingesaut hatten, machten wir ihnen noch ihre „Badebottiche“ auf dem Balkon fertig (es war ja noch schön warm draußen und vor allem haben wir dort mehr Platz), anschließend haben sie ganz prima Abendbrot gegessen und sogar ohne Meckereien ihre Zähne geputzt. Mitten n der Nacht kam Ebbie zu uns, da sie nicht mehr schlafen konnte. In diesem Fall hatte das Einschlafen schon sehr gut geklappt, doch nun müssen wir noch an dem Durchschlafen arbeiten.

Ende des Monats fuhr Sören zum Rothenbaum, ums ich dort mit einem Freund die Beachvolleyball – Meisterschaften anzuschauen. Da die Veranstaltung für ein ganzes Wochenende angesetzt ist und jeder Tag entsprechend viele Spiele zeigt, war Sören einige Stunden unterwegs und ich dementsprechend mit den Kindern allein. Wir wollten die Mädchen nicht mit dort hinnehmen, da sie bestimmt keinen Spaß daran gehabt hätten, stundenlang dort in der warmen Sonne zu sitzen und sich zu verbrennen. Also setzte ich die Beiden in unser Lastenrad und fuhr mit ihnen zum Altonaer Balkon um dort auf dem Balkon zu spielen. Leider fing es schon auf dem Hinweg leicht an zu regnen, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Am Spielplatz angekommen, hörte es auch recht schnell wieder auf und wir konnten noch eine gute Stunde spielen. An dem Spielplatz gibt es eine Sandkiste, die umringt ist von einer Steinmauer, unterbrochen von vier großen Steinfiguren in Form von Pferden, die Ebbie und Liv natürlich sofort unter die Lupe nehmen mussten. Bevor es wieder anfing zu regnen und wir uns auf den Heimweg machten, musste ich die Beiden noch einmal wickeln. Das war allerdings leichter gesagt als getan. Denn Ebbie war ganz und gar nicht begeistert davon, sich auf der Wickelunterlage aufs Gras zu legen und wehrte sich heftig. Was für ein Theater!! Das wurde auch nicht viel besser, als ich die Wickeltasche zusammenpackte und das Lastenrad startklar machte, da sich Ebbie und Liv nun lautstark um die Fahrradklingel stritten. Beide waren ziemlich müde und es war auch schon Zeit für ihren Mittagsschlaf. Kein Wunder, dass die Mädchen so gnaddelig waren. Zuhause habe ich versucht die Kinder ins Bett zu stecken – Betonung auf „Versucht“, da Ebbie gleich einschlief, sobald sie im Bett lag und Liv aber noch eine ganze Weile „bespaßt“ werden musste, bis sie schließlich in meinem Arm einschlief und ich sie bei uns ins Bett legen konnte. Das „Zu-Bett-bringen“ am Abend kam dann einem richtigen Drama gleich. Erst versuchte Papa sein Glück und nachdem er wirklich alles versucht hatte, die Beiden ins Bett zu kriegen, musste Mama ran. Ich ließ nicht lange mit mir reden, sondern nahm beide Mädchen mit zu mir aufs Sofa – eins rechts, eins links von mir – und irgendwann haben sie dann aufgegeben. Mann, mann, mann, und ich dachte, wir hätten diese Abende hinter uns….inzwischen habe ich realisiert, dass das noch lange nicht soweit ist.

In den nächsten Tagen sollte es wieder in die Kita gehen, nach fast drei Wochen Abstinenz! Da wir aber einige der Kita-Kinder schon auf dem Spielplatz getroffen hatten, fiel es uns allen nicht schwer, wieder loszulassen.

 

 

 

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Der zweite Sommer – Juli 2017

Der Juli hatte es in sich. Nicht nur, dass sich bei uns viel ereignet hat und wir die ein oder andere Anschaffung „getätigt haben, sondern es war auch in Hamburg unheimlich viel los. Unsere beiden Mädchen „sprechen“ inzwischen richtig miteinander. Sie unterhalten sich mit Händen und Füßen und benutzen erste „Zwei-Wort-Sätze“ um sich mitzuteilen. Sätze wie „Mama komm“ oder „Ebbie auch“ oder „Mama nein“ oder „Da durch“ konnte ich immer regelmäßiger hören. Ebbie und Liv sagten ganz deutlich, was ihnen gefiel oder nicht. Ich kann sie inzwischen allein spielen lassen, und zwar nicht nur, um mal eben duschen zu gehen. Beide versuchen mir beim Tragen zu helfen, schieben den Wäschekorb hin und her und stopfen die Wäsche in die Trommel. Wir waren endlich erfolgreich auf unserer Suche nach einem Lastenrad mit dem wir beide Kinder kutschieren konnten. Über eBay Kleinanzeigen hatten wir in Heist/Kreis Pinneberg ein entsprechendes, gebrauchtes Rad gefunden, dass wir an einem Freitag testen und auch gleich abholen konnten. Es ist zwar gebraucht und das Regenverdeck weist schon deutliche Gebrauchsspuren auf, aber es war deutlich günstiger, als ein Neues und für unsere Zwecke genau richtig. Um es gleich richtig zu testen fuhr ich mit den Mädchen zusammen von Heist nach Tornesch, wo wir beide arbeiten und Sören mit unserem VW-Bus schon wartete. Wir steckten die Kinder ins Auto und ich fuhr mit dem Rad in der Bahn zurück nach Hamburg. Dort fuhr ich mit den Kindern noch einmal zum Fahrradhändler, um den Kindern ihre ersten Helme zu besorgen. Ich war zum Grillen bei Freunden eingeladen, die für ein Jahr zur Miete in einem kleinen Haus mit schönem großen Garten in Isarbrook wohnen. Das war ein willkommener Ausflug für die Mädchen und ich fuhr mit ihnen mit der S-Bahn dorthin. Die Kiddis haben sich gefreut. Zumal sie nachher auf dem wilder Grundstück toll auf dem Rasen toben konnten. Und die beiden 4 und 5 Jahre alten Jungs waren ja auch sehr cool. „Was die schon alles konnten…“ Die Beiden machen sämtliche Verschlüsse auf – und zu, sie sprechen immer mehr miteinander und immer muss Schwesterchen dabei sein…wir waren auch mal wieder im Festland schwimmen. Was die Mädchen für einen Spaß hatten. Das Duschen war (als hätte ich es nicht anders erwartet) natürlich nicht so ihr Ding. Aber der Rest hat umso mehr Spaß gemacht. Mein Mann und ich haben uns in der Gemeinschaftskabine umgezogen, aber danach jeder ein Kind mit in die Dusche genommen. Inzwischen  ist das auch einfacher geworden. Wir können die Beiden entweder auf den Arm nehmen und mit ihnen duschen oder sie sitzen in einem Plastik-Duschsitz, den man sich ausleihen kann. Wir hatten, seit unserem letzten Schwimmausflug vor ein paar  Monaten, den Kindern Schwimmflügel besorgt und die kamen jetzt zum Einsatz. Natürlich konnten wir sie damit nicht allein ins Wasser lassen, aber sie verliehen den Kindern eine gewisse Sicherheit und wir konnten mit ihnen toll in den verschiedenen becken „planschen“ bzw. sie durchs Wasser ziehen. Ich hatte den Eindruck, dass die Kinder nach und nach ihre Anfängliche Scheu verloren und wurden immer mutiger. schließlich wollten sie gar nicht mehr aus dem Wasser raus. Wir mussten die Beiden sanft überreden, als es ihnen langsam zu kalt wurde.

Ende des Monats bekamen wir Besuch von einer alten Freundin und Arbeitskollegin meines Mannes. Als er während seines Studiums, im Rahmen eines Austauschprogrammes für ein Jahr in Manchester gearbeitet hatte, hatte der sie kennen gelernt. Inzwischen hatte es diese Bekannte im Oman und fühlt sich dort mehr heimisch als im alten Europa. Sie ist Engländerin, spricht aber sehr gut deutsch und war für ein paar Wochen auf Urlaub in ihrer alten Heimat. Da sie Sören fast zehn Jahre lang nicht gesehen hatte, wollte sie natürlich auch unsere Mädchen kennen lernen und ich war auch sehr neugierig auf sie. An den Tag, Als sie morgens in Hamburg ankam, hatte Sören leider keine Zeit Mairi morgens abzuholen, weshalb ich einsprang um mit ihr eine kleine „Stadtführung“ zu machen. Das war für mich auch noch mal eine schöne Art meine eigene Stadt mit anderen Augen zu sehen. Die Kinder waren in der Kita und ich konnte Mairi Altona, Ottensen,  den Hafen und die neue Elbphilharmonie zeigen.

Juni 2016

An dem Pfingstwochenende im Juni waren Sören und ich von guten Freunden zu deren Hochzeit nach Köln eingeladen worden. Die Feier sollte am Pfingstsonntag stattfinden, so dass wir am Samstag mit der Bahn nach Köln und am Montag wieder zurück nach Hamburg fahren konnten. Wir hatten lange überlegt, ob wir mit oder ohne die Kinder oder überhaupt hinfahren sollten, aber da wir bei noch nie in Köln waren und wir so eine nette Einladung bekommen hatten, konnten wir diese einfach nicht nicht annehmen. Also fragten wir wieder einmal meine Eltern, ob wir die Kinder für das WE zu ihnen bringen konnten, was sie (liebenswerterweise) dann auch mitgemacht haben. Wir mussten uns also wegen der Kinder keine Gedanken mehr machen. Stattdessen konnten wir die Stadt Köln und die Feier mit unseren Freunden richtig genießen,. Und ich glaube Sören geht es ebenso, wenn ich sage, dass wir gern wieder zurück kommen würden. das nächste Mal dann mit Kindern.

In diesen Wochen ist bei uns viel passiert. Sören und ich waren das erste Mal beim sog. „Elternklönschnack“ der Kita. Einmal im Monat haben wir ein offenes Treffen für die Eltern der Kitakinder, um sie gegenseitig auszutauschen und kennen zu lernen. Denn das kommt zwischen Abholen und Hinbringen der Kinder meistens doch zu kurz. Mein erster Eindruck war sehr positiv. Ich habe mich auch gleich sehr nett mit ein paar Müttern unterhalten und mich anschließend für die kommende Woche zum Spielen auf dem Spielplatz verabredet. Unsere beiden Mäuse verbrachten nun auch den ganzen Vormittag lang, bis nach dem Mittagsschlaf in der Kita. Für mich war das eine gefühlte Ewigkeit und manchmal habe ich mich dabei ertappt, wie ich von unserm Balkon aus zu dem Aussengelände der Kita schaute, um zu sehen, ob ich die ein oder andere kleine Motte sehen könnte. Jaja, die Muttis. Die können einfach nicht aus ihrer Haut.

Sören und ich haben die Kinder das ein oder andere Mal mit zu der Beachvolleyballan – lage, auf der er regelmäßig spielte, mitgenommen. Während er spielte, haben wir „Damen“ uns in den Schatten in unsere Strandmuschel verzogen oder Sandburgen gebaut. An den warmen Tagen hatten wir das Glück, dass eine der Familien ein Planschbecken aufgebaut hatte und die Kinder, die schon alt genug waren, darin planschen konnten. Ebbie und Liv hatten einen Heidenspaß. Meine Versuche, noch irgendwie die Kinder zumindest mit den Bodies vor der Sonne zu schützen, waren vergebens und schon bald flitzten die Kinder ganz ohne Klamotten und Windeln durch die Gegend. Die Beiden lieben es so rumzulaufen. Wir haben auch immer mal wieder die großen Plastikkisten, die wir auch für den Urlaub benutzen zu Baden benutzt.

Ich hatte in den letzten Wochen schon mehrfach Ausschau nach Lastenrädern gehalten, mit denen ich die Kinder in der Gegend herumfahren könnte. Ich fand die Vorstellung so schön mit den Beiden auf dem Rad unterwegs zu sein. Anstatt eines Lastenrads haben wir aber vorerst einen Tisch und zwei kleine passende Stühle für die Kinder besorgt. Darauf konnten sie ab sofort ihre Bilder malen und andere schöne Dinge produzieren.

 

Mai 2017 – Elternzeit für vier Wochen

Sören hatte sich für den gesamten Mai Elternzeit genommen. Und da ich noch nicht wieder angefangen hatte zu arbeiten, hatten wir uns hin und her überlegt, ob und wenn, wohin wir noch einmal in den Urlaub fahren könnten. Wir hatten uns gegen eine Flugreise entschieden,  auch wenn wir evtl. viel Geld für die Flüge gespart hätten. Den Stress im Flugzeug wollten wir uns nicht antun. In der ersten Woche stand der nächste Kinderarzttermin an – dazu gehörte auch, die Größe der Kinder zu messen, und dabei kam heraus, dass beide Mädchen recht groß werden würden. Bei Ebbie sollten wir allerdings ein wenig mehr darauf achten, da sie jetzt schon sehr groß ist. Einen anderen wichtigen Termin konnten wir leider nicht wahrnehmen, da wir schon im Urlaub waren. Wir waren für eine Woche in San Pepelone an der Ostsee, als der erste Elternabend der Kitaeltern stattfinden sollte. Somit konnten wir leider nicht die anderen Eltern kennen lernen. Die müssen/mussten Sören und ich nu nach und nach tagsüber treffen. Bislang haben wir uns auch so sehr gut geschlagen und der nächste Elternabend steht schon vor der Tür. Die Woche an der Ostsee war sehr nett – wir hatten super Wetter. Es war sehr warm und wir hätten jede Menge Sport treiben können. Die sportbegeisterten Freunde, die uns dazu überredet hatten, mit dorthin zu kommen haben sich auch alle Mühe gegeben, uns mit einzubinden. Leider gab es auch sehr viele Mücken dort, was das ganze Unterfangen etwas weniger schön hat aussehen lassen. Den Rest des Monats (ca. 2,5 Wochen) haben wir uns auf Bornholm ein schönes Ferienhaus gemietet. Ein geräumiges Haus, mit drei Schlafzimmern und Sauna, mitten im Wald gelegen und ca. 15 Gehminuten vom Strand entfernt. Liebenswerterweise hatten wir von einer Freundin einen faltbaren Bollerwagen geschenkt bekommen, der auch oft genug zu Einsatz gekommen ist. Sei es , auf dem Weg zum Strand oder für den Waldspaziergang. Ich kann so ein Ding nur empfehlen. Und die Kinder lieben ihn. Praktischerweise hatten wir mit dem zweiten Elternschlafzimmer genug Platz, so dass zwischenzeitlich meine Eltern für eine Woche vorbei kommen und uns ab und zu die Kinder etwas abnehmen konnten. Glücklicherweise hatten wir auch hier „fast“ nur sonniges Wetter. Wenn, dann hat es nur nachts geregnet. Und tagsüber konnten wir weitestgehend draussen sein.

April 2017 – unsere Mädchen sind jetzt 18 Monate alt.

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Inzwischen sind unsere Mädchen seit einem Monat in der Kita. Während mein Mann schweren Herzens zur Arbeit geht, nachdem er sich von uns Mädels verabschiedet hat, mache ich die Mädchen „fertig“ und bringe sie gegen 9:00 Uhr in die Kita. Sie freuen sich  immer darauf  los zu kommen und können alle Betreuerinnen und Kinder beim Namen nennen. Sie zählen die Kinder auf, die sie sehen werden. Nachmittags hole ich sie um 14:00 Uhr wieder ab. Dann haben sie gegessen und ihren Mittagsschlaf gerade hinter sich. Eine der Betreuerinnen sagte mir bei der Gelegenheit, wie gut die Beiden schlafen würden und dass sie ganz toll, ohne Theater einschlafen würden. Das war für mich natürlich schön zu wissen, auf der anderen Seite fragte ich mich, warum das bei uns momentan so schwer ist, sie mittags zum Schlafen zu bringen. Wir haben daraufhin verschiedene Dinge ausprobiert. Unter anderem haben wir ein Nachtlicht angeschafft, mit dem sie besser einschlafen. Denn Ebbie und Liv schien es zu dunkel im Zimmer zu sein. Und wir haben einen nicht so dichten Fenstervorhang benutzt, was zusätzlich mehr Licht ins Kinderzimmer lässt. Das hat ganz gut geholfen. In den Osterferien besuchten wir meine Eltern und konnten das erste Mal so etwas wie Ostereier-Suchen mit den Kindern machen. Da der Garten noch etwas zu groß bzw. weitläufig ist und zudem das Wetter nicht sehr einladend war, verlegten wir das Ganze ins Wohnzimmer. Wir versteckten also ein paar Kuscheltiere und die Kinder hatten großen Spaß sie „wiederzufinden“. Später machten wir noch einen ausgedehnten Spaziergang , der uns auch ins Alstertal, in den Wald führte. Ein richtiges Abenteuer für die Beiden. Ansonsten konnten Sören und ich die freien Vormittage richtig genießen. Allerdings übten wir auch schon einmal für die Zeit, in der ich wieder anfangen wollte zu arbeiten, die Kinder abwechselnd in die Kita zu bringen und sie auch wieder abzuholen. Für die Kinder war es sicherlich ganz gut, diese Erfahrung zu machen. Ein, zweimal habe ich während dieser Zeit auch meine Mutter mitgenommen, als ich die Mädchen abholen ging. So konnten die Kita-MitarbeiterInnen meine Mutter kennen lernen und die Kinder haben es auch schon mal erlebt, von Oma abgeholt zu werden. Leider sind wir in den Ferien nicht, wie eigentlich geplant, noch einmal weggefahren. Ich wäre ja gerne noch mal in etwas wärmere Gefilde gefahren. Dafür war es uns wichtiger, dass die Kinder erst einmal richtig in der Kita ankommen konnten. Zudem kann Hamburg im Frühjahr auch sehr schön sein.

An einem der Wochenenden konnten Sören und ich uns sogar mit Unterstützung meiner Eltern aufteilen. Während er mit den Jungs seines Volleyballteams die Jahresabschlusssause feierte, ging ich zu der Geburtstagsfeier einer Kollegin und guten Freundin von uns. Das hatten wir schon seit längerem geplant und es funktionierte super. Die Kinder waren zeitig im Bett, schliefen durch und standen erst spät mit meiner Mutter wieder auf, während sie bei uns am WE immer die Nacht zum Tage machen, um möglichst früh wieder aufzustehen. Aber wir sind ja nicht nachtragend…stattdessen konnte ich am Samstag drauf noch mal ganz allein und in Ruhe über den großen Flohmarkt beim Osterstraßenfest schlendern und den Mädchen einen ganz tollen Kaufmannsladen organisieren. „Was tut man/frau nicht alles für seine Kinder!!!“

In dieser Zeit hat mein Vater davon erzählt, dass er für die Kinder ein großes „Projekt“ vorhaben würde. Er hatte vor, bei sich im Garten ein geräumiges ganz neues Baumhaus für seine Enkelinnen zu bauen. Dieses sollte ein richtig schönes Dach bekommen, und zudem mit einer Tür, mehreren Fenstern und einer kleinen Treppe ausgestattet sein. Er hatte schon eine genaue Vorstellung davon, wie es aussehen sollte. Ich dachte nur, wie gut, dass es so viel Platz hat und eine Garage, in der er arbeiten kann. Der Sommer konnte also kommen. Nun wurden wir regelmäßig über den Fortschritt am „Bau“ informiert und mein Vater war ganz stolz und glücklich, dass er etwas Schönes für „seine“ kleinen Mädchen bauen konnte.

Eine nicht so schöne Erfahrung war für mich zu sehen, wie einige kleine Kinder  auf dem Spielplatz mit anderen umgehen. Ich war mit den beiden Mädchen nach der Kita zu „unserem“ Spielplatz in der Nachbarschaft gegangen, um andere Mütter und Kinder zu treffen und ein bisschen Spaß zu haben. Ich war mit Ebbie und Liv im Sandkasten, wo wir zu dritt mit der Wasserpupe und unseren Sandspielsachen spielten. Liv spielte ganz süss mit ihren Förmchen in der Nähe eines kleinen Jungen, der ungefähr so alt sein musste wie sie und mit seiner Mutter ebenfalls mit seinen Förmchen spielte. Plötzlich kippte der Knabe seinen Eimer voller Sand über Livs Kopf aus. Die Kleine war so überrascht, dass sie mich nur ganz verdutzt ansah. Ich habe dem jungen Mann natürlich gesagt, dass das nicht in Ordnung ist und Liv ihm nichts getan hätte, aber der schien sich nicht viel daraus zu machen. Im Gegenteil, der wollte gleich noch mal mehr Sand über Liv ausschütten. Das konnte ich zusammen mit der Mutter (die dann doch endlich reagierte) dann noch gerade verhindern. Sie sagte ihm deutlich, dass das nicht ginge und er sich bei Liv zu entschuldigen habe. Das hat er dann nicht getan, aber immerhin hatte Mutti reagiert. Naja, ganz schön frech fand` ich das trotzdem. Die Kleine hat dem Jungen doch nichts getan, sondern nur ganz friedlich neben ihm gespielt. Und die Mutti kann doch auch mal ein deutliches Wort sprechen, oder ?!

 

Wir gehen in die Kita – März 2017

Wir hatten das große Glück für beide Mädchen einen Platz bei den „ELBTOSSEN“ zu bekommen, eine kleine Kita direkt bei uns um die Ecke. Wir gehen bei uns aus dem Haus und zwei Häuser weiter rein. Etwas Besseres konnte uns gar nicht passieren. Ich war von Anfang an ganz begeistert von er Kita. Nicht nur wegen Nähe in unserer direkten Nachbarschaft, sondern auch vielmehr wegen der geringen Kinderanzahl und den sehr sympathischen Betreuerinnen. Da ich noch nicht wieder arbeiten musste , konnte ich die Eingewöhnung mit den Kindern ganz in Ruhe angehen. Insgesamt sollte die Eingewöhnung ca. drei Wochen dauern. Die Kinder „bekamen“ jeweils eine Betreuerin zugeteilt, die sich während der ersten Zeit um Ebbie bzw. Liv kümmern sollte. Am ersten Tag sollte ich mit den Beiden nach dem Frühstück zur Kita kommen, damit sie den größten Trubel am Anfang nicht mitbekommen mussten. Ich wurde gebeten mich die kommende halbe Stunde ganz zurück zu nehmen und die Kinder die neue Umgebung erkunden zu lassen. Ebbie und Liv waren begeistert. Während Liv den Garten und die Spielzeuge erkundete und ich für sie schon schnell vergessen war, brauchte Ebbie erst eine ganze Weile, bis sie die neue Umgebung genau angesehen hatte, um sich dann zu entscheiden, welches Spielgerät sie ausprobieren wollte. Nach dieser ersten halben Stunde konnte ich mit den Kindern wieder nach Hause gehen. So hatten wie alle einen ersten Eindruck erhalten und er war auch beiden Seiten durchweg positiv. Die Mädchen wollten gar nicht wieder zurück. Es war ja alles so spannend. In den folgenden Tagen sollten ich auch wieder nach dem Frühstück kommen , sollte dann aber immer länger vor Ort bleiben und die Kinder einfach spielen lassen. Ich beobachtete die Kinder, konnte mit den Kita – Mitarbeiterinnen sprechen und Ebbie und LIv konnte immer zu mir kommen, wenn sie wollten. So verging die erste Woche und die Mädchen fühlten sich immer sicherer. Sie freuten sich schon jeden Morgen, wenn ich ihnen sagte, dass wir zur Kita gehen würden. In der zweiten Woche sollten die Mädchen schon zum Mittagessen bleiben. Ich hatte mit den Betreuerinnen abgemacht, dass ich mich nach ca. 10 Minuten verabschieden sollte und  ich angerufen werden würden, wenn die Kinder „nicht mehr wollten“. Ich wurde nach ca. einer Stunde angerufen und mir wurde gesagt, dass sich beide Kinder sehr wohl fühlen wurde. Ich sollte die Kinder dennoch schon mal abholen. Am nächsten Tag würden sie auch das Mittagessen mitmachen können und ich sollte sie danach abholen kommen. Bis dahin hatten Ebbie und Liv alles ganz toll mitgemacht. Nur Liv  hatte sich einmal erschrocken und fing an zu weinen, als ich mich von ihr verabschieden wollte. Ich halte nicht viel davon, sich einfach „davon“ zu schleichen. Ich verabschiede mich bei den Kindern und zur Not drücke ich sie einer ihrer Kindergärtnerinnen in die Arme. Bis zum Ende der zweiten hatten wir die Zweit vom Frühstück, bis nach dem Mittagessen ausgedehnt. Die dritte Woche übten wir, die Beiden in der Kinder Mittagsschlaf machen zu lassen. Bislang hatten wir mehr oder weniger Erfolg damit gehabt, die Kinder am Mittag zum Schlafen zu bringen. Es war mal mit mehr, mal mit weniger Geschrei verbunden gewesen. Und ab und zu hielten sie sich auch gegenseitig davon ab. In der Kita war davon gar keine Rede. Ich bekam nur positive Rückmeldung. Den Kindern gab ich ihre Lieblingskuscheltiere zum Schlafen und jeweils zwei Schnullis mit, die beim Einschlafen helfen sollten, zudem hatten sie ihre eigenen Wasserfläschchen. Nach und nach wurden sie zu richtigen Kita-Profis. Diese drei Wochen waren auch für mich sehr spannend. Ich dachte, es würde mir mehr zusetzen, meine kleinen Mädchen an fremde Leute abzugeben, aber in dieser Einrichtung wurde und wird es mir sehr leicht gemacht. Ich habe das Gefühl sie sind sehr gut aufgehoben, und da ich ständig Rückmeldung über die Kinder erhalte, habe ich auch das Gefühl, sehr gut auf dem Laufenden zu sein, was den Gemütszustand meiner Kinder angeht. Die Große der Kita ist meiner Meinung nach für die kleinen  bis drei Jahre genau richtig, da sie gut überschaubar ist und das einzelne Kind nicht „verloren“ geht. Die Kinder fühlen sich sehr wohl und wissen inzwischen ganz genau wo sich was befindet und können sich gut an die Regeln halten. Sie sind viel selbständiger und mutiger seitdem sie sich mit den anderen Kindern austauschen können. Ich hatte mir vorgenommen eine sehr gute Freundin in Quickborn zu besuchen und für an einem Mittwoch Nachmittag mit der Bahn dorthin. Die Kinder waren schön warm eingepackt, so dass ich sehr gut mit der Karre von Altona nach Quickborn fahren konnte. Wir machten uns einen schönen Nachmittag und gingen mit den Kindern auch raus zu einem kleinen Spaziergang. Die Tochter der Freundin ist schon 13 Jahre alt und hatte viel Freude daran den Mädchen die Wohnung zu zeigen und mit ihnen zu spielen. Leider wurde Ebbie immer quengeliger – was ihr eigentlich gar nicht ähnlich sieht. Als ich sie mir genauer anschaute, musste ich feststellen, dass sie auch ein bisschen Temperatur hatte und habe sie daraufhin langsam eingepackt und mich mit Liv und Ebbie zusammen auf den Heimweg gemacht. Auf dem Nachhauseweg ist Ebbie schon auf dem Weg zur Bahn in der Karre eingeschlafen, so erschöpft war die Kleine. Wir haben es dann auch ohne weitere Vorfälle gut nach Hause geschafft, so dass ich die Kinder schnell ins Bett stecken konnte. Ich war sehr froh darüber, dass Ebbie nicht noch richtiges Fieber bekommen hat. Schlafen schien ihr in der Situation am besten geholfen zu haben. In derselben Woche war ih für einen kurzen Check allein mit Liv beim Hautarzt, während meine Mutter sich zuhause um Ebbie kümmerte. Mir war im Windelbereich ein kleines Hautknötchen aufgefallen und ich wollte es mal genauer anschauen lassen. Daher ging ich zu einer Hautärztin, die in den gleichen Praxisräumen untergebracht ist, wie mein Frauenarzt. Diese schaute sich Liv mit viel Geduld an und versicherte mir, dass es sich dabei um nichts Gefährliches handeln würde und ich mir keine Sorge zu machen bräuchte. Es handelt sich wohl um eine kleine Talgdrüse, die sich verkapselt hätte, also nichts weiter. Aber gut, dass sie es sich einmal angschaut hat.

 

 

Februar 2017 (16 Monate)

Ich hatte mir vorgenommen, die künftigen freien Vormittage für mich zu nutzen und nicht „nur“ mit Ausschlafen, und Mutti sein zu verbringen. Damit will ich das „Mama sein“ gar nicht schlecht reden. Ich weiß sehr gut, wieviel Arbeit dahinter steckt. Aber ich wollte für mich noch etwas tun und hatte mich daher schon Anfang des Jahres bei der Hamburger Volkshochschule nach Sprachkursen umgesehen und für Februar einen Portugiesischkurs gefunden. Ich ging also für die kommenden sechs Wochen jeden Samstag für vier Stunden nach Farmsen, während sich Sören um unsere Mädchen kümmerte. Das waren so richtige Vater-Töchter Unternehmungen.

So, wie mein Mann einige neue Spielplätze ausprobierte, traf ich mich immer öfter mit ein paar Muttis, die ich in unsere Nachbarschaft und durch den Schwimmkurs kennen gelernt hatte. Ich habe ganz unterschiedliche Dinge mit den Kindern ausprobiert. Dazu gehörte auch der Besuch der Elternschule im Haus3 (in Altona) und dem Festland-Schwimmbad an der Holstenstraße.

Schon bei der letzten Impfung Ende Januar hatte unser Kinderarzt mir geraten, die Kinder erst im März und nicht im Februar in die Kita zu geben, da ich so die typische Frühjahrsgrippewelle umgehen würde. Also bislang sind wir von der Grippe verschont geblieben.