Dezember 2017 – Unsere Ladies sind 26 Monate alt

Diesen Dezember haben wir vieles anders gemacht, als im Jahr zuvor. Das fing mit den Adventskalendern für die Kinder und uns Eltern an und hörte mit dem Abbrennen der  Feuerwerke am Silvesterabend auf. Ebbie und Liv fragen nach. Sie nehmen mehr und mehr Emotionen war und sind ganz aufgeregt, wenn sie neue Dinge entdecken und sich gut ausdrücken können. Lieder, die sie in der Kita lernen können sie mir mit viel Freunde zuhause vorsingen und mir genau berichten, wer es ihnen beigebracht hat. Ein neues ganz großes Thema ist jetzt Zöpfe flechten…Pipi Langstrumpf-Zöpfe.

„Papa, wo ist mein Papa?“ Ebbie will morgens wissen wo ihr Papa ist. Er ist in zwischen morgens ihr „Ansprechpartner“. Meistens steht er früher auf . Er holt die Mädchen aus dem Bett und macht Frühstück, während ich mich für die Schule fertig mache. Und die Kinder machen alles problemlos mit. Inzwischen probieren wir auch etwas Neues aus – Einschlafen mit angelehnter Schlafzimmertür. So sind die Beiden weniger abgelenkt.

Anfang Dezember ist Ebbie krank und Liv muss allein in die Kita gehen. Eigentlich schade drum, da wir für den Donnerstag eigentlich mit einigen Kiddis bei uns zuhause verabredet waren. Das war als Ersatz für den Winterspielplatz gedacht, der leider in  der Woche ausfallen musste. Der Aufbau eines Kita-Eltern-Netzwerkes ist im vollem Gange. Ebbie wird in der Kita sehr vermisst. Liv erzählt allen in der Kita, dass sie Fieber hat. Liv spricht vom „Fiebmatz“ Dabei ist nicht ganz klar, ob sie von Ebbie oder den Vöglein draußen im Garten spricht.

Der erste Versuch die Kinder ins Bett zu bringen ohne dass Sören oder ich dabei sitzen läuft ganz gut. Allerdings beschwert sich Liv laut und deutlich. Innerhalb von 30 Min bin ich zweimal bei den Mädchen gewesen, habe nachgesehen und Liv wieder hingelegt. Derweil schaut sich Ebbie Zahnpasta an. Als ich das zweite Mal ins Kinderzimmer komme hat Ebbie sich die Zahnpasta ins Gesicht geschmiert und LIv weint und beschwert sich bei mir. Sie ist aber schon sehr erschöpft und schläft noch vor Ebbie ein. Ebbie musste ich erst einmal die Zahnpasta aus dem Gesicht wischen, bevor sie schlafen konnte.

Am Freitag gehen beide Kinder in die Kita. Obwohl Liv am Morgen etwas Temperatur hat. Beide Mädchen haben fiesen Husten. In der Schule erwarten Sören und ich jeden Moment einen Anruf der Kita – der kommt aber erst kurz nach 15:00. Also holte ich die Kinder nur etwas früher als sonst von ihrer Kita ab. Tapfere kleine Mäuse!! Liv hat inzwischen leichtes Fieber. Abends sagt Liv „Gute Nacht“ und will einen Kuss haben. Wir überlegen, ob wir morgen zum Kinderturnen gehen sollen.  Zuhause bewundern wir die Weihnachtsdeko – tolle leuchtende Weihnachtssterne und ein kleiner Engel. Dieses Jahr wollten wir für die Kinder noch keinen Adventskalender besorgen. Das wäre wohl doch ein bisschen zu früh für diese typischen, kleinen Schokokämmerchen.

Abends sind wir mit einem Mädchen und ihren Eltern aus der Kita auf dem Weihnachtsmarkt verabredet. für die Eltern gab`s Glühwein, während die Mädchen das erste Mal mit einem Karussel fahren konnten. Mann war das aufregend!! Zuerst trauten sie sich noch nicht so recht. Alles war so laut und die vielen Lichter waren auch etwas abschreckend. Aber schließlich wollten sie gar nicht mehr von den Fahrzeugen runter. Vorher hatten wir ihnen ihre neuen warmen Winterhosen angezogen und sie schön gemütlich eingepackt. Ich fürchte jetzt werden wie sie nicht mehr so schnell an allem, was wie ein Karussel aussieht vorbei bekommen. Neben den Karusselfahrten konnten die Mädchen das erste Mal Schmalzgebäck probieren. Das hat ihnen auch sehr gut geschmeckt. Leider kam ein wenig von dem Schmalzgebäck später zuhause bei Liv wieder rückwärts heraus. Das klingt schlimmer als es war. Es saß ihr nur etwas quer im Magen. Vielleicht hatte sie sich etwas zu viel von dem Schmalzkuchen gegönnt.  Naja, insgesamt war es ein sehr netter Abend und die Kinder sind gerne mit uns unterwegs. Abends im Bett sangen beide Mädchen leise vor sich hin, nachdem ich das Licht ausgemacht hatte. Liv agte noch „Leise, leise….“während sie mit dem Licht spielten.

In der ersten Dezemberwoche musste Oma einmal einspringen und auf die Kinder aufpassen, während Sören und ich in die Schule gingen. Die Kinder sollten zuhause bleiben, da sie beide eine leichte Bronchitis hatten. Inzwischen habe ich lernen müssen, dass ich mehr oder weniger abgemeldet bin, wenn Oma da ist. Das heißt, Ebbie entscheidet auch, von wem sie gewickelt werden will. Vor mir versteckt sie sich dann gern in ihrem Zirkuszelt und kommt erst dann wieder heraus, wenn sie gewickelt werden will. Irgendwie süß, wenn sie so stur sind!! Von wem sie das wohl haben!!!!

Ich habe die Zeit, in der die Mädchen mehr oder weniger krank zuhause bleiben mussten dazu genutzt, die ersten Mini-Knusperhäuschen zu anfertigen. Die Kinder haben mir ganz toll dabei geholfen, die schon mit Zuckerguss bestrichenen kleinen Kekshäuschen mit bunten Zuckerperlen, Gummibärchen uä. zu verzieren. Das dabei auch die eine oder andere Zuckerperle in den Mündern der Kinder landete und nicht auf den Häuschen, habe ich gern in Kauf genommen. Jedenfalls hatten wir ganz viel Spaß dabei und das wird sicherlich nicht die letzte Backaktion von uns drei Küchenfeen gewesen sein. Abgesehen von diesen „Weihnachtsaktionen“ in der Küche oder dem Schmücken unserer Wohnung, wobei mir die Kinder eine große (!) Hilfe waren, mussten die Beiden viel schlafen. Ich hatte das Gefühl sie waren trotz der guten Nachtruhe noch so schlapp, dass sie auch tagsüber viel Ruhe brauchten. Das hatten wir auch von unserem Kinderarzt bestätigt bekommen, den Sören dieses Mal mit den Kindern besucht hatte. In der Nacht, anch dem Besuch beim Onkel Doc hat Liv ziemlich erschöpft schön durchgeschlafen, während Ebbie noch einmal ordentlich Fieber bekommen hat und schließlich bei uns im Bett schlafen durfte. Bei diesen Umständen war natürlich jede Aktion im Sinne der Weihnachtsvorbereitungen eher kontraproduktiv. Also versuchte ich, diese Weihnachtsgeschichten nicht zu sehr zu übertreiben und es uns dennoch ganz gemütlich zu machen. Das Ebbie und Liv inzwischen 2-3 -Wort-Sätze von sich gaben und jede Aktion von mir laut kommentierten, machte alles nur spannender (und meistens auch langwieriger).

In den folgenden zwei Wochen, bis kurz vor Weihnachten konnten unsere kleinen Mäuse das Fieber und jeglichen Infekt, der sich in der Kita breit machte, mehr oder weniger erfolgreich von sich fernhalten. Die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest liefen ganz gemächlich an in der Kita wurden die ersten Wunschzettel (in Form von Papierschneemännern) aufgehängt. Das half uns Eltern doch sehr bei der Suche nach letzten Geschenkideen. Uns half es tatsächlich, da die Kinder eine „Nachtlicht-Schildkröte“ ganz toll fanden, die abwechselnd farbige Sterne an die Zimmerdecke werfen konnte. Diese ist inzwischen nicht mehr wegzudenken und eine große Hilfe beim Einschlafen. Und wehe, wir vergessen sie in den Urlaub mitzunehmen….!!!

Weihnachten war dieses Jahr für die Kinder super spannend! Ich hatte den Kindern eigene Adventskalender gebastelt und jeden Tag konnten sie ein kleines Säckchen öffnen… das war jedes Mal ein richtiges Highlight des Tages. Einen Vorgeschmack, wie der Weihnachtsabend werden könnte, bekamen die Kinder am Nikolaustag, als sie ihre Winterstiefel, mit süßen Kleinigkeiten vor unserer Wohnungstür fanden und Mamas und Papas Schuhe ebenfalls gefüllt waren. Irgendwie war ihnen das nicht ganz geheuer. Jedenfalls wurden Sören und ich ziemlich skeptisch angeschaut, als wir den beiden Mädchen die Geschichte vom Nikolaus erzählten. Ebbie wollte gleich nachschauen gehen, um zu gucken, ob der Nikolaus tatsächlich weg war.  Am Weihnachtsmorgen waren Ebbie und LIv  schon sehrt aufgeregt, da sie ganz viel helfen konnten. Sie haben den Baum mit geschmückt, mir geholfen Geschenke für ihren Papa einzupacken und in der Küche kräftig mit angepackt. Tagsüber haben wir viel gespielt und sind mit den Mädchen noch mal schön raus gegangen, bis abends die Tante der Beiden vorbei kam und wir gemeinsam gegessen haben. Die Kinder konnten es kaum erwarten, ihre Geschenke zu öffnen. Und ja, wie haben uns die Wunschzettel aus der Kita noch einmal genauer angeschaut und dieses auch zum Teil erfüllen können. Nachdem die Mäuse nichts mehr auszupacken hatten und restlos kaputt gespielt waren konnten wir Erwachsenen sie auch ohne große Probleme zufrieden ins Bett stecken. Dieses Mal hatten wir uns bei der Anzahl der Geschenke doch deutlich zurück genommen und es war immer noch recht viel, was da auf dem Gabentisch lag.

Der erste Weihnachtstag gehörte ganz unserer kleinen Familie. Ohne Besuch oder Plan konnten wir den Tag richtig schön faulenzen, die Kinder mit ihren neuen Sachen spielen lassen und noch eine schöne Runde über den Weihnachtsmarkt drehen. Dabei konnten die Mädchen noch einmal Karussel fahren und wollten anschließend gar nicht wieder mit nach Hause.

Am zweiten Weihnachtstag fuhren wir zu meinen Eltern um dort mit der Großfamilie zu feiern und zu schlemmen. Dort gab es für die Kinder wieder ordentlich Geschenke. Ebbie konnte vom Auspacken nicht genug kriegen und als wir gegen 19 Uhr nach Hause fuhren, waren beide Mädchen stehend ko. Immerhin hatten wir auch keinen richtigen Mittagsschlaf mit ihnen gemacht. Dafür hat einer von uns beiden das Kinderzimmer vorbereitet (sprich verdunkelt, Musik angemacht und die Schlafsachen rausgelegt) und wir konnten die schlafenden Mäuse ganz einfach umziehen und ins Bett stecken, ohne dass sie wieder aufgewacht sind. Dieses Jahr konnten meine Brüder schon viel mehr mit den Kindern anfangen. Sie spielten ganz ernsthaft miteinander, ließen sich die Spiele erklären und erklärten den Mädchen, was es mit der Uhr und den Zahlen auf sich hat. Nadja, die Tante der Mädchen, die schon mit auf Bornholm war, hatte einen richtigen Stein im Brett und die Kinder freuten sich riesig sie zu sehen. Das Gleiche galt für Till. Mein anderer Bruder und seine Freundin hatten es weniger leicht, da sie die Mädchen weniger oft sehen. Nichtsdestotrotz war es ein sehr nettes Weihnachtsfest , das wir so gern wieder feiern werden.

Genauso gemütlich und wenig aufregend war das Sylvesterfest, das wir nur mit unseren direkten Nachbarn feierten. Das Abendessen fand früh genug für die Kinder statt und später, als die Kinder im Bett waren, saßen wir noch mit den Nachbarn zusammen. ein paar Raketen und Wunderkerzen hatten noch besorgt. Die Kinder Kinder fanden die Raketen großartig. Leider habe ich den Fehler gemacht, den Kinder eine Wunderkerze in die Hand zu geben. Beide haben es auch richtig gut gehandhabt, bis die Kerzen ausgegangen sind und Liv die noch heiße Kerze anfasste und ich das nicht schnell genug verhindern konnte. Sie hat sich natürlich wahnsinnig erschreckt und weh getan. Also habe ich mir das Kind geschnappt und gleich im Badezimmer gekühlt. Sie hatte ein paar Woche noch eine kleine Blase am Finger und erzählte jedem, dass sie sich an einer Wunderkerze verbrannt hat. Was für eine Rabenmutter ich doch bin!! Schnief. inzwischen sieht man glücklicherweise nichts mehr davon. Und so konnte das neue Jahr beginnen.

Autor: ebbieundliv2015

Ich bin inzwischen 38 Jahre alt, habe meine Elternzeit schweren Herzens hinter mir gelassen und arbeite wieder seit Anfang September in einer Gemeinschaftsschule. Ich wohne mit meinem Mann und unseren Zwillingen in Hamburg. Hier gehen die Kinder inzwischen auch in die Kita.

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