September 2017 – Mama fängt wieder an zu arbeiten

xIn der letzten Ferienwoche bin ich schon einmal in die Schule gefahren, um mich mental auf meinen Wiedereinstieg in den Schulalltag vorzubereiten und ganz nebenbei meinen Platz im Lehrerzimmer zu beziehen. Zudem sollte an dem Tag eine Schulung für das neue schulinterne PC-Netzwerk stattfinden, dass doch einige Neuheiten aufweist und welches ich gern kennen lernen wollte. An dem Morgen, als die Schulung stattfand, war noch alles in Ordnung. Ich brachte die Kinder wie immer in die Kita, sie verabschiedeten sich fröhlich und ich konnte zur Schulung fahren. Das sah an meinem ersten Arbeitstag aber ganz anders aus. Die Kinder hatten gemerkt, dass irgendetwas „im Busch“ ist. Die Stimmung war eine andere. Ich hatte morgens meine Tasche gepackt und machte mich fertig um zur Bahn zu gehen. (Wir hatten es mit unserer Schule so regeln können, dass Sören morgens die Kinder in die Kinder bringen und ich sie nachmittags abholen würde. Zudem haben wir beide einen Tag frei und können die Arbeit etwas verteilen.) Ich versuchte den beiden Mädchen zu erklären, dass sie ab heute mit Papa zur Kita gehen würden und ich sie später abholen würde. Aber davon wollte vor allem Liv nichts wissen. Sie klammerte sich an mich und wollte mich gar nicht gehen lassen. Schließlich musste Sören sie mir unter großem Protest abnehmen und beruhigen. Ich löste mich schnell von ihr und sah zu, dass ich flott aus der Haustür kam. Das waren ein paar verdammt schwere Momente für mich, aber schon im Treppenhaus konnte ich hören, dass sie sich wieder beruhigte. Immerhin hatten wir es schon mehrfach geübt, dass wir die Kinder abwechselnd wegbringen, womit sie bislang auch keine Schwierigkeiten hatten. Dennoch mussten sie sich ebenso wie wir erst einmal an die neue Situation gewöhnen und waren infolgedessen morgens mauliger als sonst. Innerhalb von der ersten Woche hatten sich die Kinder akklimatisiert und Sören bekam von einer unserer Erzieherinnen ein großes Lob: „Der Mann ist richtig gut…“ , das machte mich schon ein wenig stolz. Für mich hieß es in den ersten paar Tagen wieder zurück „an der Schulfront“ wieder reinkommen. Ich musste einen neuen Chef kennen lernen und sehen, wie der so tickt u mich gleich auf meine neue Klasse vorbereiten, die am nächsten Tag eingeschult wurde. Ich kam mir ganz schön ins kalte Wasser geschmissen vor, auch wenn die ganzen Abläufe nicht neu waren, man hat doch immer wieder mit neuen Menschen zu tun und ich musste mich ganz neu organisieren. Immerhin bin ich zwei Jahre völlig raus gewesen. Mein Mann und ich haben beide einen Tag frei – auch wenn wir nicht, wie eigentlich geplant zwei verschiedene Tage „frei machen“ dürfen. Wir dürfen jetzt jeden Mittwoch gemeinsam „blau machen“. Das ist doch auch etwas Schönes und es hätte schlimmer kommen können. Während dieser ersten Woche wieder zurück in der Schule fuhren wir an der zukünftigen neuen Kita vorbei um deren Sommerfest mitzufeiern und schon einmal ein wenig auszukundschaften. Es war ein sehr nettes Fest, jede Menge los, und die Kinder waren von dem Trubel ganz fasziniert, aber schließlich machten wir uns auf dem Heimweg, da mir unsere Mädchen ganz schön überfordert vorkamen. Währen Papa die Kiddis zur Kita bringt und Mama sie wieder abholt, versuche ich wieder in den Job zurückzukehren. Insgesamt klappt es sehr gut, da es ja keine völlig  unbekannte Sache ist, aber ich hatte gemerkt, das sich der Schlafmangel langsam bemerkbar machte. Derweil erzählte Liv immer öfter, „tanzen zu wollen“, sobald bei uns Musik anging. Da machte es keinen Unterschied, ob wir das Radio anmachten oder eigene Musik abspielten. Ganz besonders angetan waren sie von  der „Neuen Deutschen Welle“ – dazu kann man so richtig loshobsten. Und das haben sie auch getan. Den „Flieger, der die Sonne grüßt“ oder den „Maserati“ können sie schon fast mitsingen. Einfach süß!! Zudem wollten Ebbie und Liv in der Zeit gleichermaßen alles selber machen, ohne Mamas oder Papas Hilfe. Ob es nun darum ging, den Babybel auszupacken oder Seifenblasen zu machen. Selbst wenn Einiges  daneben zu gehen drohte  – wenn Sören und ich eingreifen wollten, um eine größere Sauerei zu verhindern, wurde das meistens mit einem großen Geschrei quittiert. „Nein, Mama, ich machen…..“, was soll man/frau noch dazu sagen? Dazu passt auch, dass sie inzwischen den Inhalt ihrer Tierbücher fast auswendig können. Zeig`Ihnen ein Tier und sie sagen Dir, was es ist und welche Geräusche es macht.

Wenn ich jetzt die Kinder abgeholt habe und sich die Kinder an eine neue Strickjacke von mir kuschelten, sagte vor allem Liv gerne „Mama muckelig…“ eigentlich muss man das doch nicht weiter kommentieren, oder!? Bei ihren Tobereien im Kinderzimmer (beide Mädchen krabbelten ständig auf ihrem Maltisch herum  und hobsten durch die Gegend) stößt Liv sich das Kinn und trägt eine gemeine Schramme davon. Da es schon spät am Abend war, versorgte ich noch ihre Schramme und später sind die Kinder auch schnell eingeschlafen. Auch Ebbie versuchte LIv zu trösten und hat sie in den Arm genommen. Zum Einschlafen nahm Ebbie wieder meine Hand um einzuschlafen – etwas, das mir iimmer wiedere richtig ans Herz geht. Mal eine willkommene Abwechslung, nachdem sie in letzter Zeit immer wieder so ein Theater gemacht haben. An dem folgenden Wochenende besuchten wir meine Eltern. Das Baumhaus war endlich fertig geworden, mit richtigen Fensterläden und Briefkasten. Einfach toll und die Kinder lieben es. Und nebenbei können sie dort prima mit dem Bollerwagen fahren und mit Kater Clausi spielen. Zuhause werden Bilder und mein großer Schrankspiegel, (und die Extraspiegelkachel im Badezimmer) immer beliebter. „Das bin ich…“ Ebbie und Liv erkennen sich inzwischen nicht nur, sondern können sich auch benennen.

In der letzten Septemberwoche war Papa auf Klassenreise und ich musste die Kinder allein organisieren. Und von meinen Eltern konnte ich keine Unterstützung kriegen, da sie ebenfalls unterwegs waren. Insgesamt hat es sehr gut geklappt. Immerhin ist kein Bahnausfall dazwischen gekommen und ich bin immer rechtzeitig aus der Schule gekommen. Aber mir ist klar geworden, dass es langsam Zeit wird ein Mama-Netzwerk aufzubauen, um mal im Notfall jemanden zu haben, der „einspringen kann. Die kalte Jahreszeit hat ja gerade erst begonnen und es wird sicherlich noch mal die Situation geben, in der weder ich, noch Sören oder meine Eltern Zeit haben werden, die Kinder zu versorgen. Immerhin haben die beiden Mäuse die ganze Woche über super durchgeschlafen und sind ohne Theater ins Bett gegangen. Ich habe es doch immer gesagt, die Beiden sind super süß, wenn es drauf ankommt. Leider ist unser zweiter Hochzeitstag auch in diese Woche gefallen, in der Sören auf Klassenreise war und wir mussten unseren Ehrentag später nachfeiern. Dafür hat mir Sören aber auch eine Kleinigkeit von Fehmarn mitgebracht. An einem der letzten Tage im September bin ich etwas früher als gewohnt zur Kita gegangen , um die Kinder abzuholen. Wir saßen noch einen kurzen Moment zum „Obstpiknick“ machen im Hinterhof der Kita. Ebbie setzte sich ganz lieb mit in den Kreis der noh verbliebenden Kinder, um sich ein Stückchen Apfel zuholen, während mir Liv förmlich entgegensprang, mich mehrfach küsste und mit mir kuscheln wollte. Später zuhause wollten wir die Nachbarstochter, die mit ihrem Vater über uns wohnt und ca. 3 Jahre älter ist, besuchen. Leider war sie an dem Abend nicht da, so dass wir uns erst einmal ausführlich unseren Dachboden angeschaut haben. Auf dem Rückweg zu unserer Wohnung trafen wir die Brüder Moritz und Felix bei uns im Treppenhaus. Wir konnten kurz bei ihnen reinschauen. An dem Abend ist es nicht so einfach gewesen die Mädchen ins Bett zu bringen. Es endet mit dem Lesen von  Üchern uns trotzigem Gejaule im Bett der Beiden,

Autor: ebbieundliv2015

Ich bin inzwischen 38 Jahre alt, habe meine Elternzeit schweren Herzens hinter mir gelassen und arbeite wieder seit Anfang September in einer Gemeinschaftsschule. Ich wohne mit meinem Mann und unseren Zwillingen in Hamburg. Hier gehen die Kinder inzwischen auch in die Kita.

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