Bemerkenswert

Sind das Zwillinge?

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

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Ich bin Kristina (37) und die Mutter von zwei tollen Mädchen Ebbie und Liv, die inzwischen seit 1,5 Jahren das Leben von mir, meinem Mann Sören und dem Rest unserer Familie ganz schön auf den Kopf stellen. Seit wir erfahren haben, dass wir Zwillinge erwarten, sehen wir uns immer wieder mit größeren oder kleineren Herausforderungen konfrontiert, die in der Form Eltern von „Einzelkindern“ wohl nicht kennen. Ich kann an dieser Stelle schwer Vergleiche anstellen, da ich kein Vergleich habe, wie es ist „nur“ ein Kind zur Zeit zu haben. Ich sage immer, ich kenne es nicht anders….wenn ich danach gefragt werde, ob es nicht sehr anstrengend ist , Zwillinge zu haben.  Sicher ist es anders, dennoch teile ich genau die gleichen Freuden und Probleme, die auch andere Mamas umtreiben. Vielleicht kann ich hiermit einigen Neu-Zwillingsmamas  ein wenig die Angst nehmen. Es ist alles halb so schlimm. Wir sind auch nur Menschen. Und schließlich lieben wir unsere kleinen „Monster“. Ich hätte mir in der Anfangszeit ein wenig Austausch mit anderen Zwillingseltern gewünscht, ihre Erfahrungen geteilt und das ein oder andere Mal einfach nur gehört, dass es ihnen genauso geht, wie mir/uns. Zuletzt möchte ich meinem Mann Sören Danke sagen, dass er mich von Anfang an ganz großartig unterstützt. Er liebt seine Mädels und macht jeden Blödsinn mit. Ich würde mich als jemanden beschreiben, den nichts so schnell aus der Ruhe , aber besonders unsere „Kleine“ Liv schafft es kann mich manchmal wahnsinnig machen. Ich glaube, da sind wir uns einfach zu ähnlich. Nur Papa behält die Ruhe. Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen, vielleicht kommt euch ja die ein oder andere Situation bekannt vor.  beginne einen neuen Beitrag. Weiterlesen „Sind das Zwillinge?“

Januar 2018

Das neue Jahr konnte also beginnen.

Im Großen und Ganzen schlafen unsere Mädels inzwischen sehr gut durch. Naja, das heißt immer noch, dass zumindest eine von den Beiden ab 6:00 Uhr zu uns ins Schlafzimmer kommt, und sich in unser Bett kuschelt. Am zweiten Tag des neues Jahres waren dementsprechend auch beide Mäuse ab 8:05 hellwach und wollten bespaßt werden. Dann heißt es „Mama vorlesen“, auch wenn frau selber kaum die Augen aufkriegt. Das Einschlafen am Samstagmittag ist dafür umso schleppender, wenn Liv erst dann einschläft, wenn vorher Ebbie bei uns im Bett eingeschlafen ist.

Heute sind wir mit unserem Lastenrad zum Schwimmen gefahren. das waren gleich zwei Highlights auf einmal. Die Mädchen lieben ihr Lastenrad. Da ist man so schön schnell. Bis auf das Duschen (wobei einem immer so viel Wasser ins Gesicht und an die Ohren laufen kann) findet Ebbie Baden super, solange man ihr Zeit lässt, sich umzusehen. Nur nichts überstürzen. Liv ist da ganz anders. Die hat auch mit dem Duschen weniger Probleme. das gehört einfach dazu. Dementsprechend schnell ist sie auch am Planschen und probiert auch gleich die Kleinkinderrutsche aus, ohne auf meinen Mann oder mich zu warten. Ebbie wollte die Rutsche erst dann ausprobieren, als sich das Bad langsam leerte und sie die Rutsche quasi für sich allein haben konnte. Vorher sollte immer Mama oder Papa mit dabei sein. O-Ton Ebbie „Ich habe Angst!“ Später, als wir die Beiden nach einem ausgiebigen Abendbrot ins Bett brachten, erzählten sie uns beide immer noch ganz aufgeregt davon, was sie alles im Schwimmbad gemeinsam und mit „Mama Kristina“  und „Papa Sören“ gemacht haben.

Der Arbeitsbeginn im neues Jahr stellte sich etwas stressig heraus, da unsere bahn, mit der wir täglich zur Arbeit fahren, wegen Bauarbeiten einem geänderten Fahrplan  folgte und da für uns hieß, dass wir entweder sehr früh zur Schule fuhren und die Kinder bis zur Öffnung der Kita betreuen mussten, oder zu spät für die erste Stunde fuhren, was für uns hieß dass sich mein Mann und ich gut absprechen mussten, wenn es darum ging, die Kinder abzuholen. Für eventuell auftretende Notfälle hatte ich schon im vergangenen Jahr mit einer befreundeten Mutter aus der Kita abgemacht, dass sie die Mädchen mit zu sich nach Hause nimmt, falls ich nicht rechtzeitig da sein könnte. Ich würde die Kinder dann bei ihr abholen. Eine Woche nach Sylvester, die Kinder waren ganz easy von Sören zur Kita gebracht worden, trat dieser Fall ein. Meine Bahn kam zu spät und ich konnte nicht rechtzeitig bei der Kita sein. Also rief ich rechtzeitig bei der Kita an, um Bescheid zu sagen, dass sie die Kinder der Freundin „mitgeben“ könnten und meine Freundin rief ich an, um Sie zu bitten die Mädchen mitzunehmen. Und es lief super!! Die Mädels waren ganz begeistert davon, dass sie mit ihrer besten Freundin aus der Kita mitgehen durften und liefen ganz problemlos mit. Letztendlich kam ich nur ein paar Minuten zu spät, also früher als ich gedacht hatte. Aber so konnte ich ganz stressfrei zum Spielplatz gehen und die meine Mädchen in Empfang nehmen. Die Kinder erzählten mir dann auch ganz aufgeregt, dass sie „Diamanten (Eiskristalle)“ gefunden hätten und sie hatten eine kleine Maus gesehen, die sich bei ihrer Freundin im Kinderwagen versteckt hatte. Mann war das aufregend. Sie spielten noch so lange mit den anderen Kindern aus der Kita, bis es langsam kalt und dunkel wurde. Netterweise passten auch die anderen Mütter mit auf unsere Mädchen auf, so konnte gar nichts passieren. Manchmal kann man seine Augen nicht überall gleichzeitig haben. Nach dem gemeinsamen Wippen machten die beiden noch ein Wettrennen mit ihrer besten Freundin, wer als erstes bei sich zu Hause ist. Zuhause angekommen haben wir gemütlich Abendbrot gegessen, Fruchtsaft probiert, Zähne geputzt und ewig geredet, bis beide endlich ins Bett gehen wollten. Was für ein Tag. Ebbie und Liv mussten noch viel kuscheln, dann konnten sie todmüde einschlafen. Als ihr Papa spät am Abend wiederkam waren sie tief und fest eingeschlafen.

 

Dezember 2017 – Unsere Ladies sind 26 Monate alt

Diesen Dezember haben wir vieles anders gemacht, als im Jahr zuvor. Das fing mit den Adventskalendern für die Kinder und uns Eltern an und hörte mit dem Abbrennen der  Feuerwerke am Silvesterabend auf. Ebbie und Liv fragen nach. Sie nehmen mehr und mehr Emotionen war und sind ganz aufgeregt, wenn sie neue Dinge entdecken und sich gut ausdrücken können. Lieder, die sie in der Kita lernen können sie mir mit viel Freunde zuhause vorsingen und mir genau berichten, wer es ihnen beigebracht hat. Ein neues ganz großes Thema ist jetzt Zöpfe flechten…Pipi Langstrumpf-Zöpfe.

„Papa, wo ist mein Papa?“ Ebbie will morgens wissen wo ihr Papa ist. Er ist in zwischen morgens ihr „Ansprechpartner“. Meistens steht er früher auf . Er holt die Mädchen aus dem Bett und macht Frühstück, während ich mich für die Schule fertig mache. Und die Kinder machen alles problemlos mit. Inzwischen probieren wir auch etwas Neues aus – Einschlafen mit angelehnter Schlafzimmertür. So sind die Beiden weniger abgelenkt.

Anfang Dezember ist Ebbie krank und Liv muss allein in die Kita gehen. Eigentlich schade drum, da wir für den Donnerstag eigentlich mit einigen Kiddis bei uns zuhause verabredet waren. Das war als Ersatz für den Winterspielplatz gedacht, der leider in  der Woche ausfallen musste. Der Aufbau eines Kita-Eltern-Netzwerkes ist im vollem Gange. Ebbie wird in der Kita sehr vermisst. Liv erzählt allen in der Kita, dass sie Fieber hat. Liv spricht vom „Fiebmatz“ Dabei ist nicht ganz klar, ob sie von Ebbie oder den Vöglein draußen im Garten spricht.

Der erste Versuch die Kinder ins Bett zu bringen ohne dass Sören oder ich dabei sitzen läuft ganz gut. Allerdings beschwert sich Liv laut und deutlich. Innerhalb von 30 Min bin ich zweimal bei den Mädchen gewesen, habe nachgesehen und Liv wieder hingelegt. Derweil schaut sich Ebbie Zahnpasta an. Als ich das zweite Mal ins Kinderzimmer komme hat Ebbie sich die Zahnpasta ins Gesicht geschmiert und LIv weint und beschwert sich bei mir. Sie ist aber schon sehr erschöpft und schläft noch vor Ebbie ein. Ebbie musste ich erst einmal die Zahnpasta aus dem Gesicht wischen, bevor sie schlafen konnte.

Am Freitag gehen beide Kinder in die Kita. Obwohl Liv am Morgen etwas Temperatur hat. Beide Mädchen haben fiesen Husten. In der Schule erwarten Sören und ich jeden Moment einen Anruf der Kita – der kommt aber erst kurz nach 15:00. Also holte ich die Kinder nur etwas früher als sonst von ihrer Kita ab. Tapfere kleine Mäuse!! Liv hat inzwischen leichtes Fieber. Abends sagt Liv „Gute Nacht“ und will einen Kuss haben. Wir überlegen, ob wir morgen zum Kinderturnen gehen sollen.  Zuhause bewundern wir die Weihnachtsdeko – tolle leuchtende Weihnachtssterne und ein kleiner Engel. Dieses Jahr wollten wir für die Kinder noch keinen Adventskalender besorgen. Das wäre wohl doch ein bisschen zu früh für diese typischen, kleinen Schokokämmerchen.

Abends sind wir mit einem Mädchen und ihren Eltern aus der Kita auf dem Weihnachtsmarkt verabredet. für die Eltern gab`s Glühwein, während die Mädchen das erste Mal mit einem Karussel fahren konnten. Mann war das aufregend!! Zuerst trauten sie sich noch nicht so recht. Alles war so laut und die vielen Lichter waren auch etwas abschreckend. Aber schließlich wollten sie gar nicht mehr von den Fahrzeugen runter. Vorher hatten wir ihnen ihre neuen warmen Winterhosen angezogen und sie schön gemütlich eingepackt. Ich fürchte jetzt werden wie sie nicht mehr so schnell an allem, was wie ein Karussel aussieht vorbei bekommen. Neben den Karusselfahrten konnten die Mädchen das erste Mal Schmalzgebäck probieren. Das hat ihnen auch sehr gut geschmeckt. Leider kam ein wenig von dem Schmalzgebäck später zuhause bei Liv wieder rückwärts heraus. Das klingt schlimmer als es war. Es saß ihr nur etwas quer im Magen. Vielleicht hatte sie sich etwas zu viel von dem Schmalzkuchen gegönnt.  Naja, insgesamt war es ein sehr netter Abend und die Kinder sind gerne mit uns unterwegs. Abends im Bett sangen beide Mädchen leise vor sich hin, nachdem ich das Licht ausgemacht hatte. Liv agte noch „Leise, leise….“während sie mit dem Licht spielten.

In der ersten Dezemberwoche musste Oma einmal einspringen und auf die Kinder aufpassen, während Sören und ich in die Schule gingen. Die Kinder sollten zuhause bleiben, da sie beide eine leichte Bronchitis hatten. Inzwischen habe ich lernen müssen, dass ich mehr oder weniger abgemeldet bin, wenn Oma da ist. Das heißt, Ebbie entscheidet auch, von wem sie gewickelt werden will. Vor mir versteckt sie sich dann gern in ihrem Zirkuszelt und kommt erst dann wieder heraus, wenn sie gewickelt werden will. Irgendwie süß, wenn sie so stur sind!! Von wem sie das wohl haben!!!!

Ich habe die Zeit, in der die Mädchen mehr oder weniger krank zuhause bleiben mussten dazu genutzt, die ersten Mini-Knusperhäuschen zu anfertigen. Die Kinder haben mir ganz toll dabei geholfen, die schon mit Zuckerguss bestrichenen kleinen Kekshäuschen mit bunten Zuckerperlen, Gummibärchen uä. zu verzieren. Das dabei auch die eine oder andere Zuckerperle in den Mündern der Kinder landete und nicht auf den Häuschen, habe ich gern in Kauf genommen. Jedenfalls hatten wir ganz viel Spaß dabei und das wird sicherlich nicht die letzte Backaktion von uns drei Küchenfeen gewesen sein. Abgesehen von diesen „Weihnachtsaktionen“ in der Küche oder dem Schmücken unserer Wohnung, wobei mir die Kinder eine große (!) Hilfe waren, mussten die Beiden viel schlafen. Ich hatte das Gefühl sie waren trotz der guten Nachtruhe noch so schlapp, dass sie auch tagsüber viel Ruhe brauchten. Das hatten wir auch von unserem Kinderarzt bestätigt bekommen, den Sören dieses Mal mit den Kindern besucht hatte. In der Nacht, anch dem Besuch beim Onkel Doc hat Liv ziemlich erschöpft schön durchgeschlafen, während Ebbie noch einmal ordentlich Fieber bekommen hat und schließlich bei uns im Bett schlafen durfte. Bei diesen Umständen war natürlich jede Aktion im Sinne der Weihnachtsvorbereitungen eher kontraproduktiv. Also versuchte ich, diese Weihnachtsgeschichten nicht zu sehr zu übertreiben und es uns dennoch ganz gemütlich zu machen. Das Ebbie und Liv inzwischen 2-3 -Wort-Sätze von sich gaben und jede Aktion von mir laut kommentierten, machte alles nur spannender (und meistens auch langwieriger).

In den folgenden zwei Wochen, bis kurz vor Weihnachten konnten unsere kleinen Mäuse das Fieber und jeglichen Infekt, der sich in der Kita breit machte, mehr oder weniger erfolgreich von sich fernhalten. Die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest liefen ganz gemächlich an in der Kita wurden die ersten Wunschzettel (in Form von Papierschneemännern) aufgehängt. Das half uns Eltern doch sehr bei der Suche nach letzten Geschenkideen. Uns half es tatsächlich, da die Kinder eine „Nachtlicht-Schildkröte“ ganz toll fanden, die abwechselnd farbige Sterne an die Zimmerdecke werfen konnte. Diese ist inzwischen nicht mehr wegzudenken und eine große Hilfe beim Einschlafen. Und wehe, wir vergessen sie in den Urlaub mitzunehmen….!!!

Weihnachten war dieses Jahr für die Kinder super spannend! Ich hatte den Kindern eigene Adventskalender gebastelt und jeden Tag konnten sie ein kleines Säckchen öffnen… das war jedes Mal ein richtiges Highlight des Tages. Einen Vorgeschmack, wie der Weihnachtsabend werden könnte, bekamen die Kinder am Nikolaustag, als sie ihre Winterstiefel, mit süßen Kleinigkeiten vor unserer Wohnungstür fanden und Mamas und Papas Schuhe ebenfalls gefüllt waren. Irgendwie war ihnen das nicht ganz geheuer. Jedenfalls wurden Sören und ich ziemlich skeptisch angeschaut, als wir den beiden Mädchen die Geschichte vom Nikolaus erzählten. Ebbie wollte gleich nachschauen gehen, um zu gucken, ob der Nikolaus tatsächlich weg war.  Am Weihnachtsmorgen waren Ebbie und LIv  schon sehrt aufgeregt, da sie ganz viel helfen konnten. Sie haben den Baum mit geschmückt, mir geholfen Geschenke für ihren Papa einzupacken und in der Küche kräftig mit angepackt. Tagsüber haben wir viel gespielt und sind mit den Mädchen noch mal schön raus gegangen, bis abends die Tante der Beiden vorbei kam und wir gemeinsam gegessen haben. Die Kinder konnten es kaum erwarten, ihre Geschenke zu öffnen. Und ja, wie haben uns die Wunschzettel aus der Kita noch einmal genauer angeschaut und dieses auch zum Teil erfüllen können. Nachdem die Mäuse nichts mehr auszupacken hatten und restlos kaputt gespielt waren konnten wir Erwachsenen sie auch ohne große Probleme zufrieden ins Bett stecken. Dieses Mal hatten wir uns bei der Anzahl der Geschenke doch deutlich zurück genommen und es war immer noch recht viel, was da auf dem Gabentisch lag.

Der erste Weihnachtstag gehörte ganz unserer kleinen Familie. Ohne Besuch oder Plan konnten wir den Tag richtig schön faulenzen, die Kinder mit ihren neuen Sachen spielen lassen und noch eine schöne Runde über den Weihnachtsmarkt drehen. Dabei konnten die Mädchen noch einmal Karussel fahren und wollten anschließend gar nicht wieder mit nach Hause.

Am zweiten Weihnachtstag fuhren wir zu meinen Eltern um dort mit der Großfamilie zu feiern und zu schlemmen. Dort gab es für die Kinder wieder ordentlich Geschenke. Ebbie konnte vom Auspacken nicht genug kriegen und als wir gegen 19 Uhr nach Hause fuhren, waren beide Mädchen stehend ko. Immerhin hatten wir auch keinen richtigen Mittagsschlaf mit ihnen gemacht. Dafür hat einer von uns beiden das Kinderzimmer vorbereitet (sprich verdunkelt, Musik angemacht und die Schlafsachen rausgelegt) und wir konnten die schlafenden Mäuse ganz einfach umziehen und ins Bett stecken, ohne dass sie wieder aufgewacht sind. Dieses Jahr konnten meine Brüder schon viel mehr mit den Kindern anfangen. Sie spielten ganz ernsthaft miteinander, ließen sich die Spiele erklären und erklärten den Mädchen, was es mit der Uhr und den Zahlen auf sich hat. Nadja, die Tante der Mädchen, die schon mit auf Bornholm war, hatte einen richtigen Stein im Brett und die Kinder freuten sich riesig sie zu sehen. Das Gleiche galt für Till. Mein anderer Bruder und seine Freundin hatten es weniger leicht, da sie die Mädchen weniger oft sehen. Nichtsdestotrotz war es ein sehr nettes Weihnachtsfest , das wir so gern wieder feiern werden.

Genauso gemütlich und wenig aufregend war das Sylvesterfest, das wir nur mit unseren direkten Nachbarn feierten. Das Abendessen fand früh genug für die Kinder statt und später, als die Kinder im Bett waren, saßen wir noch mit den Nachbarn zusammen. ein paar Raketen und Wunderkerzen hatten noch besorgt. Die Kinder Kinder fanden die Raketen großartig. Leider habe ich den Fehler gemacht, den Kinder eine Wunderkerze in die Hand zu geben. Beide haben es auch richtig gut gehandhabt, bis die Kerzen ausgegangen sind und Liv die noch heiße Kerze anfasste und ich das nicht schnell genug verhindern konnte. Sie hat sich natürlich wahnsinnig erschreckt und weh getan. Also habe ich mir das Kind geschnappt und gleich im Badezimmer gekühlt. Sie hatte ein paar Woche noch eine kleine Blase am Finger und erzählte jedem, dass sie sich an einer Wunderkerze verbrannt hat. Was für eine Rabenmutter ich doch bin!! Schnief. inzwischen sieht man glücklicherweise nichts mehr davon. Und so konnte das neue Jahr beginnen.

November 2017

Wir haben inzwischen richtig große Kita-Mädchen!! Immerhin tragen sie jetzt ihre eigenen Rucksäcke zur Kita. Dabei haben sie ihre neuen Regenbogenjacken an und finden sich in ihrem Zwillingslook sehr cool. Sie sind so „selbständig“. Morgens, wenn ich mich fertig mache um zur Schule zu gehen, verabschiedet sie sich ganz süß von mir… ganz selbstverständlich. „Tschüß Mama..!“ kommt von ihr und ihrer Schwester, sie winken noch mal zum Abschied und dann bin ich entlassen. Irgendwie schon ein komisches Gefühl, von meinen zweijährigen Töchtern so verabschiedet zu werden. Schnief…!! Manchmal kann einem diese Selbständigkeit auch den letzten Nerv rauben. Speziell dann, wenn beide Kinder ihren kleinen Dickkopf durchsetzen wollen und sie mir/uns deutlich zu verstehen geben, was sie nicht wollen.

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, was für ein Durchhaltevermögen die beiden an den Tag legen. Das macht sich momentan auch beim zu Bett bringen bemerkbar. Ebbie braucht „Mama“ zum Einschlafen – ohne Kuscheln will sie sich nicht hinlegen. Und Liv schläft auf ihrer Kuscheldecke ein. Das mit dem allein einschlafen läuft momentan zwar sehr gut, allerdings sind die Mädchen durch die Kuscheldecken sehr schnell so durchgeschwitzt, dass wir sie morgens erst einmal umziehen müssen. Wenn wir mit den Kindern Samstags beim Kinderturnen waren, gehen sie zuhause inzwischen auch freiwillig ins Bett um Mittagsschlaf zu machen. Sie sind meistens so müde, dass wir aufpassen müssen, dass sie nicht schon auf dem Rückweg in der Kinderkarre einschlafen.Schön ist auch, dass sie uns inzwischen so viele Auskünfte darüber geben, was sie mögen und was nicht, und wir dementsprechend reagieren können. Ebbie und Liv tauschen auch gerne einmal ihre Betten, oder schlafen auch mal auf der Matratze vor dem Bett ein.

Seit Anfang November schlafen die Kinder (fast) jede Nacht durch. Etwas geträumt haben. Nur ab und an werden sie noch wach, wenn sie etwas geträumt haben. Oftmals lassen sie die kleinen Mäuse schnell beruhigen und schlafen wieder ein. Liv geht seitdem auch abends mehr oder weniger freiwillig ins Bett – kommt immer darauf an, wie müde sie ist. Aber nur auf die Muckeldecke. Dann gibt es noch etwas zu trinken und dann kann sie schlafen.

Tagsüber haben die Kinder mein Klavier wieder für sich entdeckt – was für Talente!!! Die werden mal ganz große Musikerinnen. Auf jeden Fall zeigen sie viel Interesse und wollen es immer wieder ausprobieren. Dazu gehören auch die anderen Instrumente, die wir den Kindern bislang gezeigt haben. Das sind Triangeln, Trommeln, Tamburine, Pfeifen und alle Arten von Rasseln. Da sie gerne singen und tanzen und immer wieder neue Lieder aus der Kita mitbringen, können wir diese sehr schön und lautstark mit den Instrumenten „untermalen“. Naja, an dieser Stelle vielen Dank an unsere Nachbarn, die sich bisher noch nie beschwert haben. Es klingt aber auch wirklich schön, wenn wir zusammen Musik machen. So schlimm kann es daher auch gar nicht sein.

Der Mittagsschlaf an den Samstagen und in den Ferien klappt momentan sehr gut. Meistens warten wir solange, bis die Kinder ihr Mittagsessen hinter sich haben, damit gut abgefüllt sind und dann richtig schön müde sind, bevor wir sie in das schon abgedunkelte Kinderzimmer mit Schlafmusik bringen. Das macht das Einschlafen um vieles einfacher. An diesem Samstag sind wir am Nachmittag mit den Kindern im Schlepptau durch Pinneberg/Waldenau gefahren und haben uns dort ein wenig nach passenden Häusern umgesehen. Die Kinder waren richtig gut drauf und wir konnten eine Weile unterwegs sein, ohne dass die Beiden anfingen zu meckern. An dieser Stelle sein mal bemerkt, dass Ebbie und Liv eigentlich gern Autofahren. Wir haben daher bislang nur sehr selten Probleme mit ihnen beim Auto fahren gehabt. Wir sind auch dieses Mal nicht fündig geworden, was unser neues Eigenheim betrifft. Aber wir wollen noch nicht aufgeben. Abends haben zusammen eine kleine Spinne aus dem Kinderzimmer „gerettet“ (was für ein Highlight) und anschließend bei unsern Nachbarn auf der Terrasse wieder freigelassen. Eine nette Gelegenheit für uns, unseren Nachbarn von „unten“ mal wieder Hallo zu sagen.

Ebbie und Liv kommen jetz morgens von allein zu uns ins Schlafzimmer, wenn sie wach sind. Dafür lassen wir unsere Schlafzimmertür halb offen, so dass wir sie sehen könne, sobald sie im Flur stehen. Denn  meistens trauen sie sich noch nicht gleich reinzukommen und warten darauf, dass einer von uns sagt, dass sie einkommen sollen. Irgendwie süß!! Liv bringt dabei meistens auch einen ganzen Arm voll an Kuscheltieren mit – die natürlich auch bei uns im Elternbett Platz finden müssen.

Ich hatte Mitte November an einem Freitag keine Stimme mehr gehabt. Sie war mir buchstäblich im Verlauf des Tages am Donnerstag abhanden gekommen. Morgens hatte ich schon ein Kratzen im Hals gespürt und es wurde immer schlimmer. Den Kindern war es richtig unheimlich meine heisere Stimme zu hören. Schließlich ist Sören lieberweise zusammen mit den Kindern zu meinen Eltern gefahren, damit sich meine Stimme etwas erholen konnte. Immerhin ein Versuch dem Rat meines Arztes zu folgen, meine Stimme zu schonen und nicht mehr zu sprechen. Ein fast unmögliches Unterfangen, bei einem Sprechberuf, wie wir ihn haben und zweijährigen Zwillingen zuhause. Aber diese kleine Pause war auch schon Gold wert. Auch wenn meine Stimme noch recht lange brauchte, um sie wieder zu erholen.

Die Kinder sind in den letzten Tagen fast „ganz allein“ ins Bett gegangen. „Mama Bett“, hieß es dann, wir haben die Beiden ins Bett gebracht, Licht ausgemacht, „Gute Nacht“ gewünscht und kurz darauf sind sie eingeschlafen. An dem Abend, als Sören mit den Mädchen von meinen Eltern nach Hause kam, funktionierte das leider nicht. Die Mädchen hatten im Auto geschlafen und waren daher eigentlich total müde. Dann hat alles aber zu lange gedauert. Wir bzw. die Kinder brauchten anschließend mehrere Anläufe, während der Ebbie und Liv sich immer wieder gegenseitig wach gemacht haben, um bettreif zu sein und einzuschlafen.

Ich hatte schon seit ein paar Wochen nach Weihnachtsgeschenken für die Kinder gesucht. Ich bin dabei über ein Angebot für eine Kinderküche mit Kochzubehör gestolpert und da unsere Mädchen zur Zeit total auf „Kochen“ stehen, hatten wir uns gedacht, bei ALDI zuzuschlagen. Am Abend habe ich die Küche ohne Probleme aufgebaut und sie dann bis Weihnachten in unserem Zimmer versteckt. Ich war sehr gespannt, was die Kinder wohl zu „ihrer“ Küche sagen würden. Währenddessen haben wir regelmäßig, einmal pro Woche, den Winterspielplatz einer christlichen Gemeinde bei uns in der Nachbarschaft besucht. Die Kinder fanden es total klasse. Zumal sie dort auch viele Kinder aus ihrer Kita treffen konnten. Die Kinder können ausgelassen rumtoben, während die Eltern mit Kaffee und Kuchen versorgt werden. Besser geht e doch gar nicht. Und nach zwei Stunden gehen alle fröhlich und müde gespielt wieder nach Hause. Dazu kommt das Kinderturnen am Samstag, was die Kinder auch mit Begeisterung mitmachen.

Inzwischen haben wir uns sehr gut eingespielt, was die Koordination der Kinder in der Kita und uns Eltern mit dem Job in der Schule angeht. Sören bringt die Kinder morgens in die Kita, während ich schon zur Schule fahre und ich hole die Beiden Motten ab. Sie sagen jetzt schon immer, dass ihre Mama zur Arbeit (bzw. zur Schule) geht. Einfach süß!! „Mama Schule!?“ Sie kommen mir dann immer schon so groß vor. Gestern waren sie doch noch so kleine Babies. Ich habe meinen ersten Einsatz als Elternvertreterin. Ich kümmere mich um ein Geschenk zu dem Geburtstag einer unserer Kita-Erzieherinnen. Zudem besorgte ich den Kinderpunsch für das Lichterfest der Kita.

In der Kita sagte man mir, ich sollte ein bisschen auf Ebbie achten, da sie eventuell Ohrenschmerzen haben und das ein Grund dafür sein könnte, warum sie sich beim Einschlafen so schwer tut. Allerdings hatte sie an dem besagten Abend auch mit einer Wasserflasche gespielt, die sie unbedingt geöffnet lassen wollte, und die natürlich irgendwann umgekippt und ausgelaufen ist.

Abends tun sich Ebbie und Liv schwer mit dem Einschlafen. Sie sagen, sie „haben Angst“ und wollen mit ihrer Mama kuscheln. Ich habe in letzter Zeit immer häufiger Situationen, in denen ich mit den Kindern dirkutieren muss. „Ein Dachs,…nee, ein Fuchs…“ „Meine Mama,…nee,..meine Mama“... das  sind nur einige Beispiele. Leider bin ich eine Woche krank geschrieben und muss den Mund halten, um meine Stimme zu schonen. Das macht das Diskutieren natürlich nicht einfacher. Vor allem die zunehmenden Diskussionen  vor dem Einschlafen bzw. beim zu Bett gehen. dauern scheinbar endlos. Ebbie will eine Decke, dann wieder nicht. Liv will dann auch nicht unter ihrer Decke liegen, sondern unter einer Anderen. Sie wollen dann zu Papa, der eine Geschichte vorliest. Schließlich kann ich sie doch ins Bett bringen  – den Rücken kraulen wirkt manchmal Wunder.  Ebbie will wieder diskutieren. „Mama, Banane, Livi, Ebbie…beide Nane.“ (Sie wollen beide eine Banane haben.) Vor dem Schlafengehen schauen wir uns immer noch Bücher an  – entweder liest einer von uns beiden etwas vor, oder sie schauen sich Bilderbücher an. Dabei benennen Ebbie und Liv Störche, Frösche, Enten, Schweine,, Reiher und und und……. „Frosch Angst,…verstecke…“ sie meinen, dass sich der Frosch vor dem Reiher verstecken muss. „Meine Mama…“ Ebbie zeigt auf die Schwanenmama, nachdem wir festgestellt haben, dass die Ente ein Entenpapa mit grünem Kopf ist. Meine Mama,mein Papa, meine Ebbie, meine Livi ist gerade voll angesagt.

Es gab wieder ein großes Theater beim Einschlafen. Ebbie wollte in meinem Arm einschlafen. Ich machte sie bettfertig und bot Liv dann an, dass sie in Ebbies Bett schlafen könnte. das wollte sie aber nicht. Liv wollte stattdessen auch in meinem Arm einschlafen, da ihr Bett auch nicht attraktiv ist. Am liebsten würde sie in unserem „großen“ Bett schlafen. Das erlaubte ich ihr aber nicht, weil sie sich doch daran gewöhnen soll, in ihrem Bett einzuschlafen, Außerdem wollte ich ja beide Mädchen im Blick behalten. Ich habe ich die Tür zum Kinderzimmer zu gemacht, was ich sonst nie mache. Bei uns in der Wohnung sind (fast) immer alle Türen offen. Liv wollte schon abhauen und war überhaupt nicht erfreut darüber, dass ich sie nicht rausgelassen habe. Daraufhin versteckte sie sich in ihrem Kinderzelt und ich frage sie, was sie denn möchte, um nicht hinter ihr herzulaufen. Sie sagte, dass sie Ebbies Decke haben wollte, da diese einen anderen Bezug mit vielen kleinen Elefanten darauf hat. Ebbie will aber nicht tauschen. Ich tauschte also den Bezug von Livs Decke aus und fluchte innerlich dabei vor mich hin. Ich hatte meinem Ärger schon vorher einmal Luft gemacht, da ich schon wieder so viel Reden musste, und das, obwohl ich doch meine Stimme schonen sollte. Nun konnte Liv sich endlich ruhig hinlegen. Das sollte aber noch nicht heißen, dass sie auch sofort einschlafen wollte. Als ich sie unter die Decke legte, fragte sie mich „Mama böse…?“ Das hatte sie bisher noch nie getan. „Liv böse“….  – ich war echt getroffen und musste erst einmal kräftig schlucken. Sie meinte wohl, ich wäre böse auf sie. Ich sagte ihr, dass ich nicht böse auf sie war. „Ich habe mich nur geärgert“ Sie wiederholte es noch einmal und ich nahm sie in den Arm, streichelte sie und redete mit meiner kleinen Maus. Auch wenn sie mich manchmal wahnsinnig macht, bin ich doch immer wieder erstaunt darüber, wie empathisch sie ist und wie gut sie mich kennt. Derweil schlief Ebbie langsam ein und ich kraulte beiden Mädchen den Rücken. das mögen sie momentan besonders gern. Bei Liv dauerte es ein wenig länger, sie davon zu überzeugen in dem Moment einzuschlafen.

 

Amrum im Oktober 2017

Die „Clörschers“ waren mal wieder auf Sörens Lieblingsinsel (Obwohl er immer sagt, das wäre die Insel der Sozialpädagogen. Ist aber eher lustig gemein, da so viele Leute in Outdoor-Klamotten rumlaufen.) Die Hinfahrt war wieder problemlos. Die Kinder haben viel im Auto geschlafen und auf der Fähre konnten sie so richtig auf Entdeckungsreise gehen. Und vom Anlegen in Nebel waren es auch nur ca. 15 Minuten, bis zu unserer Ferienwohnung. Die war auch richtig schön, wie unsere Letzte. Nur ein Stückchen näher am Ortskern. Wie waren zudem nur fünf Minuten von dem nächsten großen Spielplatz entfernt. Für die Kinder war die Wohnung zudem sehr vorteilhaft, da sie umgeben war von einem großen Garten zum Toben mit einer Sandkiste und einer Doppelschaukel – geradezu paradiesisch. Wir konnten bei jedem Wind und Wetter mit den Kindern nach draußen gehen. Die Schaukeln waren natürlich ein Highlight. Beide Mädchen konnten gleichzeitig schaukeln. Liv musste auch gleich ausprobieren, wie hoch sie schaukeln konnte und ihre Grenzen austesten. Bei einem dieser Versuche hat sie sich nicht richtig festgehalten (obwohl sie das schon sehr gut macht) und ist beim Vorwärtsschaukeln von der Schaukel auf den Rücken gefallen. Das war vielleicht ein Schreck! Sowohl für Sie  -weil sie nicht wusste, wie ihr geschieht und ihr für einen Moment die Luft wegblieb. Als auch für Ebbie und mich, die ihr dabei zugesehen haben. Ich habe mir das Kind natürlich gleich gegriffen, sie in den Arm genommen und ihr sanft auf den Rücken geklopft, damit sie wieder Luft bekam. Sie guckte mich mit großen, aufgerissenen Augen an und musste erst einmal Luft schnappen. Und dann fing sie an zu weinen. Ich glaube aber viel mehr, dass es der Schrecken war, als der Schmerz. Obwohl sie sich sicherlich auch weh getan hat. „Böse Schaukel !!“ Sie ist aber gleich wieder auf die Schaukel, nachdem sie sich wieder beruhigt hatte. Ich gebe ja zu. Ich habe mir schon Sorgen gemacht um mein kleines Mädchen, aber im ersten Moment habe ich nur funktioniert. Und das war offensichtlich auch genau richtig so. Später musste ich auch ein paar Tränchen verdrücken. „Mein armes kleines Mädchen. “ Und Ebbie hatte sich auch ganz schön erschreckt. Sie war ganz aufgeregt und fragte nach, wie es Liv ginge. „Liv runterfallt!“ sagte sie und zeigt auf die Schaukel.

In diesem Urlaub konnten wir auch wieder viel ausprobieren. Wir hatten (aus Erfahrung) eine Extrakiste mit Spielzeug mitgenommen und diese im Wohnzimmer deponiert. Die Kinder wussten genau Bescheid und konnten sich entsprechend bedienen. Alle anderen Kindersachen packten wir in ihr Kinderzimmer im ersten Stock – in das wir über eine recht steile Treppe gelangten. Die Treppe stelle für die Kinder auch eine große Herausforderung dar, da sich vor allem Ebbie zuerst nicht traute, allein die Treppe runter zu krabbeln. Sie musste erst mit uns üben, sich umzudrehen und langsam hoch – bzw. runter zu klettern. Später versuchten beide Mädchen auch sich am Geländer festzuhalten. Dass klappt schließlich auch immer besser. Für die Kinder war das neue Zimmer auch aufregend. Sie kannten zwar schon die Reisebetten, aber sie taten sich anfangs mit dem Einschlafen schwer. Ich nehme an, das es an der neune Umgebung lag. Denn zuhause klappte das Einschlafen inzwischen richtig gut. Zudem probierten wir neue Windeln aus – zum einen wurden die, die wir hatten langsam zu klein und sie hielten auch nicht lange trocken.

An einem der ersten Tage machten wir einen Spaziergang zum Strand von Nebel. Von unserem Haus waren wir ca. eine halbe Stunde unterwegs. Die Kinder waren begeistert. Wir konnten die neuen festen Allwetterschuhe ausprobieren (die sich übrigens prima bewährt haben, selbst in Salzwasserpfützen) und jede Menge Sandburgen bauen. Für die Mama und den Papa gab`s warmen Kakao am Strandkiosk. Auf dem Weg von der Wasserkante zum Kiosk trat Ebbie und mir plötzlich ein Junge in den Weg und beschimpfte uns als „Aa-Leute“Ich schätzte ihn auf ungefähr 6-7 Jahre. Ich versuchte ihn zu ignorieren und sagte auch Ebbie, dass sie einfach weiterlaufen solle. Aber der Knabe hörte nicht auf. Er nannte uns weiterhin „Aa-Leute“, auch als ich ihm sagte, dass ich ihn gar nicht kenne und er damit aufhören soll. Das interessierte ihn gar nicht. Irgendwann bekamen auch seine Eltern mit, dass ihr liebes Söhnchen nicht so nett zu fremden Leuten war. Aber anstatt sich  bei uns zu entschuldigen, riefen sie ihn nur zu sich. Na, das war ja effektiv – ich dachte mir, nur, dass das doch ein Freibrief für solche Kiddis sei. Grundsätzlich schätze ich mich recht tolerant ein. Aber da war für mich auch eine Grenze erreicht  – so ein Arschkind. Leider haben wir die Familie immer mal wieder getroffen und jedes Mal hatte ich ein schlechtes Gefühl dabei. Sie hatten auch zwei Kinder, zwei Jungs. Und der Große von den beiden ist noch ein zweites Mal direkt zu uns gekommen und hat aus heiterem Himmel unsere Mädchen beschimpft. Ebbie und Liv guckten nur verständnislos und die Eltern haben gar nicht reagiert. Naja, und ich habe nur darauf gewartet, den Eltern mal meine Meinung zu sagen. Aber Gott sei Dank oder vielleicht auch leider, ist es nicht mehr dazu gekommen.

Auf dem Rasen vor unserer Wohnung probierten wir unsere ersten Laufräder aus. Ich hatte schon seit längerem Bemerkt, dass die Kinder sich sehr für die Laufräder in der Kita und von anderen Kindern interessierten und hatte daraufhin für den kurz bevorstehenden Geburtstag der Mädchen über „eBay Kleinanzeigen“ welche besorgt. Diese hatten wir, ohne deren wissen mir nach Amrum genommen und  nun auf der Insel ausgepackt, wo sie viel Platz und wenig Verkehr hatten, um sie auszuprobieren. Leider war die erste Reaktion der Mädchen nicht so, wie erwartet. Die Räder wurden komplett ignoriert. Egal, was wir versuchten, sie blieben uninteressant. Das änderte sich auch nicht, als wir ein paar Tage später Klingeln besorgten. Lieber wollten Ebbie und Liv nur klingeln.

Mitte der Woche bekamen wir Besuch von einem ehemaligen Kollegen, der sein Zelt für eine Nacht auf dem Zeltplatz in Wittdün aufgeschlagen hatte. Das letzte Mal, als er uns besucht hatte brauchten die Mädchen eine halbe Ewigkeit bis sie überhaupt mit ihm sprachen. Jetzt ließen sie sich sogar relativ schnell von M. beim Anziehen helfen. Zusammen mit ihm machten wir erst einmal einen schönen ausgedehnten Spaziergang zum Strand gemacht. Leider konnte er nicht länger bleiben. Aber für die Beziehung zwischen ihm und den Kindern war er sehr positiv. Die Mädchen finden ihn super.  Sie haben keine Angst vor ihm und er gibt sich auch sehr viel Mühe mit ihnen. Nach dem Spaziergang hat M. sich auf den Heimweg Richtung Zelt/Wittdün gemacht. An dem Abend sind Ebbie und Liv ganz ohne großes Theater ins Bett gegangen. Ich glaube die Mädchen waren viel zu müde und aufgeregt, um sich besonders aufzuregen. den Rest der Woche verbrachten wir noch mit viel Zeit draussen im Garten, lecker Kuchen essen und schließlich haben wir noch für die Mädchen im Ausverkauf schöne warme Winterjacken gefunden. Für die Kita besorgten wir neue Hausschuhe, da die Bisherigen (mal wieder) zu klein gewordn waren.

In der letzten Oktoberwoche brachten wir die Mädchen wieder in dei Kita – wie die sich gefreut haben, wieder da zu sein!! Richtig süß. Sie haben richtig gequiekt vor Vergnügen und komnnten es am Morgen gar nicht erwarten loszukommen. In dieser Woche stand auch die nächste Kinderarztuntersuchung der Kinder an. Für die U7 konnten Sören und ich die Kinder gemeinsam zum Arzt bringen, da wir beide noch Ferien hatten. Ebbie und Liv haben sich beide ganz o Probleme anfassen und untersuchen lassen. Selbst bei der jungen Ärztin, bei der es bis dato nicht ganz so einfach war. Aber das Ergebnis war auch dieses Mal super  – die Kinder sind kerngesund und wir brauchen uns keine Sorgen machen. Wir sollten nur die Wachstumskurs von Ebbie ein bisschen im Auge behalten, da sie ganz schön groß ist, für ihr Alter.

Ein paar Tage später wurden wir von der Kita angerufen und gebeten Liv frühzeitig abzuholen, da es ihr nicht gut ging. Sie sah sehr matschig aus und hatte auch leicht Temperatur. Zudem hatte sie mittags nicht viel gegessen, was sehr untypisch für sie ist. Ich nahm gleich beide Mädchen mit, da sich alles andere nicht gelohnt hätte und machte es Liv gleich auf dem Sofa gemütlich. Und vielleicht hatte sich Ebbie ja auch schon dasselbe eingefangen. Eine der Kindergärtnerinnen hatte mich vor gewarnt, dass gerade ein Virus im Umlauf sei und Liv sicherlich nicht die Einzige bleiben würde, die es erwischt hat. Eigentlich hatten Sören und ich den Eindruck, dass es ihr bis zum Abend immer besser ging. Sie konnte zum Abendbrot auch schon wieder ordentlich Essen, hatte Appetit. Aber mitten in der Nacht wachte sie davon auf, dass sie plötzlich heftig spucken musste – und schon kam das Abendbrot wieder raus. Während ich das Bett sauber machte, knüpfte sich Sören das arme Kind vor und steckte sie unter die Dusche, da alles Andere sinnlos gewesen wäre. Natürlich lief das nicht ohne großes Geschrei ab, aber wirklich viel konnte Liv ohnehin nicht ausrichten. Die Kleine war einfach zu schlapp. Zwei Tage später hat es dann Ebbie erwischt. Unsere Kindergärtnerin sollte recht behalten. War sie am zweiten Tag noch ganz tapfer allein, ohne ihre Schwester in die Kita gegangen, musste sie nun auch zuhause bleiben. Ebbie hing ziemlich durch. Sie lag am Abend davor mit Liv auf dem Sofa und hatte sie ganz lieb beschäftigt. Die darauffolgenden Nacht war sehr kurz für alle von uns. Ich habe mir ein Matratzen- und Kissenlager auf dem Boden im Kinderzimmer, gleich neben den Betten der Mädchen aufgeschlagen, um gleich zur Stelle zu sein, falls ich gebraucht würde. Sören sollte diese Nacht mal durchschlafen können. Die Kinder lagen schon sehr früh völlig erledigt in ihren Betten. Meine Entscheidung stellte sich als ganz richtig heraus, da Ebbie in der Nacht mehrfach spucken musste und ich ihr aber gleich helfen konnte. Zum Schluss, es war schon sehr spät in der Nacht, schliefen wir zu dritt nebeneinander auf den Matratzen.

 

 

Der zweite Oktober mit Ebbie und Liv

 

Ebbie und Liv übernachten inzwischen sehr gern bei ihren Großeltern. Es läuft super und sie sind immer richtig aus dem Häuschen, wenn die Rede von Oma und Opa ist. Beide schlafen jetzt durch und meine Eltern können sogar richtig ausschlafen. Das haben Sören und ich gleich ausgenutzt, indem wir an dem ersten Oktoberwochenende seit Langem das erste Mal wieder frühstücken gegangen sind, nachdem wir am Abend vorher bei einer netten Party waren. Die Zeit dazwischen  haben wir genutzt, um für die Mädchen nach Laufrädern zu schauen.

Als die Kinder wieder bei uns waren hatten wir (ganz anders als es mir meine Mutter immer berichtet hat) ein riesiges Theater wegen der Schnuller der Kinder. Liv wollte partout nicht einschlafen. Sie wollte immer wieder irgend etwas anderes haben. Ob Schnuller, Kuscheltier oder Pixiebuch. Alles war irgendwie nicht das Richtige und wir konnten es ihr nicht Recht machen. Ich war nur froh, dass Ebbie nicht auf den Zug aufsprang. Sie schläft meistens ruhig ein. Das macht sie ganz prima. Insgesamt haben sich unsere Schlafgewohnheiten insofern geändert, als das Sören und ich nun ab und zu getrennt schlafen. Jeder von uns mit einem Mädchen an der Seite. Die Angst vor dem Dunkeln beim Einschlafen macht den Kindern momentan etwas zu schaffen und lässt vor allem Ebbie nicht immer so leicht einschlafen, wie bisher.

Tagsüber probiert Liv jetzt immer mal wieder ihr „Töpfchen“ aus. Sie sagt auch , dass sie „fertig“ ist. Allerdings ist es noch falscher Alarm, aber sicherlich schon ein guter Anfang. Sie fangen auch an ihre Windeln auszuziehen und nackig durch die Wohnung zu laufen. Beide Mädchen scheinen sich dabei sehr wohl zu fühlen und ihren Spaß zu haben. Dabei wird dann auch das „Nackidei-Lied“ gesungen. Die Kinder sind „mal wieder“ ein Stück gewachsen und einige der lieb gewonnenen Kleidungsstücke mussten aussortiert werden. Offenbar hatten die Kinder mal wieder einen „Sprung“ gemacht, der sich nun bemerkbar machte. Dazu gehörten in diesem Falle vor allem die Füße. Sie brauchten dringend neue Schuhe, die wir vor ein paar Tagen gekauft haben. Neue Größe der beiden 25 bzw. 26 statt bisher 23,  eine unserer Erzieherinnen in der Kita hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Puschen doch sehr eng geworden waren. Daraufhin gingen wir mit den Mädchen zum Füße abmessen und es stellte sich heraus, dass sie tatsächlich fast zwei Schuhgrößen größer geworden waren und ihre Puschen tatsächlich sehr viel zu klein geworden waren. Also haben wir gleich passende Allwetter-Schuhe für den Winter besorgt. Wir haben jetzt richtig große Mädchen. Auch kognitiv und körperlich machten beide riesige Fortschritte. Ebbie und Liv reden in 2-3 Wort-Sätzen und sage auch „mein und Dein“. Sie bezeichnen die verschiedensten Dinge und merken deutlich, wenn jemand traurig oder fröhlich ist. Auch bei unseren täglichen Aufgaben helfen sie schon ganz toll mit. Naja, in dem Rahmen, wie sie es wollen. Sie wollen auch Wäsche waschen (die Wäsche in die Trommel geben, sie heraus holen, den Wäschekorb wieder wegbringen), dasselbe gilt fürs Wohnung fegen. Was die neuen Schuhe anging, konnten wir sie noch nicht wirklich testen, da das Wetter saumäßig war und wir den Rest des Tages drinnen verbrachten. Das Wetter wurde auch zum Ende der Woche nicht besser. Am Freitag hatte der Wind sehr stark zugenommen. Sturm war angekündigt und es ging nichts mehr. Ich musste mich in der Schule von einem Kollegen mitnehmen lassen. Ich konnte daher auch die Kinder nicht von der Kita abholen, was ich Sören machen lassen musste. Eigentlich ist das ja mein Job. Ich kam schließlich ca. eine stunde später als sonst zuhause an. Meine Eltern waren schon da, Sören hatte die Kinder abgeholt und weiter ist nicht viel passiert. Wir hatten den Sturm also gut überstanden.

Am Sonntag waren wir mit Oma und Opa auf dem Bauernmarkt in Volksdorf. Wir hatten super schönes sonniges Wetter, haben uns die Tiere angesehen und waren danach noch auf der Suche nach unserm „Traumhaus“. Wir sind durch die Gegend gefahren und haben uns einfach mal umgesehen. Leider mussten wir uns ein bisschen streiten deswegen. Fand ich total doof. Wir konnten uns noch nicht so richtig einig werden.

<mitte Oktober waren wir für eine Woche auf Amrum.

September 2017 – Mama fängt wieder an zu arbeiten

xIn der letzten Ferienwoche bin ich schon einmal in die Schule gefahren, um mich mental auf meinen Wiedereinstieg in den Schulalltag vorzubereiten und ganz nebenbei meinen Platz im Lehrerzimmer zu beziehen. Zudem sollte an dem Tag eine Schulung für das neue schulinterne PC-Netzwerk stattfinden, dass doch einige Neuheiten aufweist und welches ich gern kennen lernen wollte. An dem Morgen, als die Schulung stattfand, war noch alles in Ordnung. Ich brachte die Kinder wie immer in die Kita, sie verabschiedeten sich fröhlich und ich konnte zur Schulung fahren. Das sah an meinem ersten Arbeitstag aber ganz anders aus. Die Kinder hatten gemerkt, dass irgendetwas „im Busch“ ist. Die Stimmung war eine andere. Ich hatte morgens meine Tasche gepackt und machte mich fertig um zur Bahn zu gehen. (Wir hatten es mit unserer Schule so regeln können, dass Sören morgens die Kinder in die Kinder bringen und ich sie nachmittags abholen würde. Zudem haben wir beide einen Tag frei und können die Arbeit etwas verteilen.) Ich versuchte den beiden Mädchen zu erklären, dass sie ab heute mit Papa zur Kita gehen würden und ich sie später abholen würde. Aber davon wollte vor allem Liv nichts wissen. Sie klammerte sich an mich und wollte mich gar nicht gehen lassen. Schließlich musste Sören sie mir unter großem Protest abnehmen und beruhigen. Ich löste mich schnell von ihr und sah zu, dass ich flott aus der Haustür kam. Das waren ein paar verdammt schwere Momente für mich, aber schon im Treppenhaus konnte ich hören, dass sie sich wieder beruhigte. Immerhin hatten wir es schon mehrfach geübt, dass wir die Kinder abwechselnd wegbringen, womit sie bislang auch keine Schwierigkeiten hatten. Dennoch mussten sie sich ebenso wie wir erst einmal an die neue Situation gewöhnen und waren infolgedessen morgens mauliger als sonst. Innerhalb von der ersten Woche hatten sich die Kinder akklimatisiert und Sören bekam von einer unserer Erzieherinnen ein großes Lob: „Der Mann ist richtig gut…“ , das machte mich schon ein wenig stolz. Für mich hieß es in den ersten paar Tagen wieder zurück „an der Schulfront“ wieder reinkommen. Ich musste einen neuen Chef kennen lernen und sehen, wie der so tickt u mich gleich auf meine neue Klasse vorbereiten, die am nächsten Tag eingeschult wurde. Ich kam mir ganz schön ins kalte Wasser geschmissen vor, auch wenn die ganzen Abläufe nicht neu waren, man hat doch immer wieder mit neuen Menschen zu tun und ich musste mich ganz neu organisieren. Immerhin bin ich zwei Jahre völlig raus gewesen. Mein Mann und ich haben beide einen Tag frei – auch wenn wir nicht, wie eigentlich geplant zwei verschiedene Tage „frei machen“ dürfen. Wir dürfen jetzt jeden Mittwoch gemeinsam „blau machen“. Das ist doch auch etwas Schönes und es hätte schlimmer kommen können. Während dieser ersten Woche wieder zurück in der Schule fuhren wir an der zukünftigen neuen Kita vorbei um deren Sommerfest mitzufeiern und schon einmal ein wenig auszukundschaften. Es war ein sehr nettes Fest, jede Menge los, und die Kinder waren von dem Trubel ganz fasziniert, aber schließlich machten wir uns auf dem Heimweg, da mir unsere Mädchen ganz schön überfordert vorkamen. Währen Papa die Kiddis zur Kita bringt und Mama sie wieder abholt, versuche ich wieder in den Job zurückzukehren. Insgesamt klappt es sehr gut, da es ja keine völlig  unbekannte Sache ist, aber ich hatte gemerkt, das sich der Schlafmangel langsam bemerkbar machte. Derweil erzählte Liv immer öfter, „tanzen zu wollen“, sobald bei uns Musik anging. Da machte es keinen Unterschied, ob wir das Radio anmachten oder eigene Musik abspielten. Ganz besonders angetan waren sie von  der „Neuen Deutschen Welle“ – dazu kann man so richtig loshobsten. Und das haben sie auch getan. Den „Flieger, der die Sonne grüßt“ oder den „Maserati“ können sie schon fast mitsingen. Einfach süß!! Zudem wollten Ebbie und Liv in der Zeit gleichermaßen alles selber machen, ohne Mamas oder Papas Hilfe. Ob es nun darum ging, den Babybel auszupacken oder Seifenblasen zu machen. Selbst wenn Einiges  daneben zu gehen drohte  – wenn Sören und ich eingreifen wollten, um eine größere Sauerei zu verhindern, wurde das meistens mit einem großen Geschrei quittiert. „Nein, Mama, ich machen…..“, was soll man/frau noch dazu sagen? Dazu passt auch, dass sie inzwischen den Inhalt ihrer Tierbücher fast auswendig können. Zeig`Ihnen ein Tier und sie sagen Dir, was es ist und welche Geräusche es macht.

Wenn ich jetzt die Kinder abgeholt habe und sich die Kinder an eine neue Strickjacke von mir kuschelten, sagte vor allem Liv gerne „Mama muckelig…“ eigentlich muss man das doch nicht weiter kommentieren, oder!? Bei ihren Tobereien im Kinderzimmer (beide Mädchen krabbelten ständig auf ihrem Maltisch herum  und hobsten durch die Gegend) stößt Liv sich das Kinn und trägt eine gemeine Schramme davon. Da es schon spät am Abend war, versorgte ich noch ihre Schramme und später sind die Kinder auch schnell eingeschlafen. Auch Ebbie versuchte LIv zu trösten und hat sie in den Arm genommen. Zum Einschlafen nahm Ebbie wieder meine Hand um einzuschlafen – etwas, das mir iimmer wiedere richtig ans Herz geht. Mal eine willkommene Abwechslung, nachdem sie in letzter Zeit immer wieder so ein Theater gemacht haben. An dem folgenden Wochenende besuchten wir meine Eltern. Das Baumhaus war endlich fertig geworden, mit richtigen Fensterläden und Briefkasten. Einfach toll und die Kinder lieben es. Und nebenbei können sie dort prima mit dem Bollerwagen fahren und mit Kater Clausi spielen. Zuhause werden Bilder und mein großer Schrankspiegel, (und die Extraspiegelkachel im Badezimmer) immer beliebter. „Das bin ich…“ Ebbie und Liv erkennen sich inzwischen nicht nur, sondern können sich auch benennen.

In der letzten Septemberwoche war Papa auf Klassenreise und ich musste die Kinder allein organisieren. Und von meinen Eltern konnte ich keine Unterstützung kriegen, da sie ebenfalls unterwegs waren. Insgesamt hat es sehr gut geklappt. Immerhin ist kein Bahnausfall dazwischen gekommen und ich bin immer rechtzeitig aus der Schule gekommen. Aber mir ist klar geworden, dass es langsam Zeit wird ein Mama-Netzwerk aufzubauen, um mal im Notfall jemanden zu haben, der „einspringen kann. Die kalte Jahreszeit hat ja gerade erst begonnen und es wird sicherlich noch mal die Situation geben, in der weder ich, noch Sören oder meine Eltern Zeit haben werden, die Kinder zu versorgen. Immerhin haben die beiden Mäuse die ganze Woche über super durchgeschlafen und sind ohne Theater ins Bett gegangen. Ich habe es doch immer gesagt, die Beiden sind super süß, wenn es drauf ankommt. Leider ist unser zweiter Hochzeitstag auch in diese Woche gefallen, in der Sören auf Klassenreise war und wir mussten unseren Ehrentag später nachfeiern. Dafür hat mir Sören aber auch eine Kleinigkeit von Fehmarn mitgebracht. An einem der letzten Tage im September bin ich etwas früher als gewohnt zur Kita gegangen , um die Kinder abzuholen. Wir saßen noch einen kurzen Moment zum „Obstpiknick“ machen im Hinterhof der Kita. Ebbie setzte sich ganz lieb mit in den Kreis der noh verbliebenden Kinder, um sich ein Stückchen Apfel zuholen, während mir Liv förmlich entgegensprang, mich mehrfach küsste und mit mir kuscheln wollte. Später zuhause wollten wir die Nachbarstochter, die mit ihrem Vater über uns wohnt und ca. 3 Jahre älter ist, besuchen. Leider war sie an dem Abend nicht da, so dass wir uns erst einmal ausführlich unseren Dachboden angeschaut haben. Auf dem Rückweg zu unserer Wohnung trafen wir die Brüder Moritz und Felix bei uns im Treppenhaus. Wir konnten kurz bei ihnen reinschauen. An dem Abend ist es nicht so einfach gewesen die Mädchen ins Bett zu bringen. Es endet mit dem Lesen von  Üchern uns trotzigem Gejaule im Bett der Beiden,

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